Klangvolle Osterbotschaft

Projektchor prägt festlichen Gottesdienst in Diessenhofen

Der Ostergottesdienst in der Stadtkirche Diessenhofen gestaltete sich in diesem Jahr als eindrucksvolle Feier, die in besonderer Weise durch den eigens gegründeten Projektchor geprägt wurde. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher fanden sich ein und erfüllten den Kirchenraum mit erwartungsvoller Aufmerksamkeit. Die Feier wurde so zu einem lebendigen Ausdruck österlicher Freude und gemeinschaftlichen Glaubens. Im Zentrum stand die Botschaft der Auferstehung, die sich wie ein roter Faden durch Liturgie, Predigt und Musik zog: „Der Herr ist auferstanden – er ist wahrhaftig auferstanden.“ Bereits das Entzünden der Osterkerze setzte ein starkes Zeichen für das Licht, das die Dunkelheit überwindet, und eröffnete einen Gottesdienst, der sowohl inhaltlich als auch atmosphärisch zu berühren vermochte.

Eine herausragende Rolle kam dem Projektchor unter der Leitung von Annedore Neufeld zu. In ihm vereinten sich Sängerinnen und Sänger unterschiedlichen Alters – von jung bis alt – sowie verschiedener musikalischer Erfahrungsstufen. Gerade diese Offenheit verlieh dem Chor eine besondere Authentizität und Ausdruckskraft. Unterstützt von zwei Solisten aus Ghana entstand ein facettenreiches Klangbild, das Werke aus unterschiedlichen Traditionen – von klassischen Osterliedern über Spirituals bis hin zu neuem geistlichem Liedgut – eindrucksvoll zur Geltung brachte. Das Zusammenspiel von Chor und Solisten wirkte dabei bemerkenswert harmonisch und getragen von sichtbarer Freude am gemeinsamen Musizieren.

Die Predigt von PfV Karin Schmid – Müller nahm die österliche Hoffnung als zentrales Motiv auf und erschloss sie mit eindrücklichen Bildern als Quelle von Trost, Erneuerung und innerem Frieden. In der Verbindung von Wort und Musik entstand eine dichte Feier, die sowohl zum Nachdenken als auch zum Mitfeiern einlud. Die Wirkung des Gottesdienstes zeigte sich nicht zuletzt beim Ausgang: Mit strahlenden Gesichtern verliessen die Besucherinnen und Besucher die Kirche. Beim anschliessenden Apéro setzte sich die Gemeinschaft fort; in angeregten Gesprächen wurde das Erlebte geteilt und vertieft. So bleibt dieser Ostergottesdienst als ein besonders gelungener Anlass in Erinnerung, in dem der Projektchor nicht nur musikalisch, sondern auch als Ausdruck gelebter Gemeinschaft eine tragende Rolle spielte – und in dem die Osterfreude spürbar und ansteckend wurde.

Kirchgemeindeversammlung mit Wahlen

42 Stimmberechtigte kamen zur Versammlung in das Kirchgemeindehaus, die von Präsidentin Jael Mascherin geleitet wurde. Traktanden und Protokoll der letzten Versammlung wurden ohne Gegenstimmen genehmigt. Zu Beginn berichteten die Präsidentin und die jeweiligen Ressortverantwortlichen über das vergangene Jahr, welches von zahlreichen Gottesdiensten in verschiedenen Formaten und vielfältigen Angeboten für die Kirchgemeinde geprägt waren. PfV Karin Schmid-Müller informierte zum Schluss noch über Samantha Roeder, die in Ausbildung zur Katechtin ist, und für Entlastung im Religionsunterricht bei den Primarschülern und -schülerinnen sorgt.

Wahlen und personelle Veränderungen

Brigitta Lampert tritt nach zwei Amtsperioden und acht Jahren als Synodalmitglied zurück. Die Vorsteherschaft dankte Brigitta Lampert für ihren wertvollen Dienst.
Für die Nachfolge kandidierten gleich zwei Personen: Thomas Lüders, Mitglied der Kirchenvorsteherschaft, und Lars Egli aus Diessenhofen, ein engagierter und regelmässiger Kirchgänger, letzterer stellte sich den Mitgliedern kurz vor. Thomas Lüders wurde mit Mehrheit als neues Synodalmitglied gewählt. Im Anschluss wurde Rosemarie Schaub-Kern in die Kirchenvorsteherschaft gewählt.
Die Vorsteherschaft gratulierte Rosmarie Schaub und Thomas Lüders herzlich und wünschte ihnen Gottes Segen.

Beschlüsse der Versammlung

Die Versammlung genehmigte die Rechnung 2025, das Budget 2026 und die Beibehaltung des bisherigen Steuerfusses von 22 Prozent einstimmig. Die Teilsanierung der Kirchenmauer im Frühjahr 2026 wurde bewilligt. Die «Generation Church» wird künftig fest ins Gottesdienstprogramm integriert.
Die Kirchengemeindeversammlung endete mit einem gemeinsamen Apéro.

Bild von Carola Bertolini, Bote vom Untersee und Rhein
Von links nach rechts: Präsidentin Jael Mascherin – Vize-Präsident und neuer Synodaler Thomas Lüders – Neue Kirchenvorsteherin Rosmarie Schaub – Pfarrverweserin Karin Schmid-Müller

Festlicher Taufgottesdienst in der Stadtkirche Diessenhofen

Primarschülerinnen und -schüler gestalten den Gottesdienst mit Liedern und sorgen für bewegende musikalische Momente

Ein besonders feierlicher und zugleich familiärer Gottesdienst fand am Sonntagmorgen, 15. März, in der evangelischen Stadtkirche Diessenhofen statt. Mehr als siebzig Besucherinnen und Besucher füllten das Mittelschiff der Kirche und erlebten gemeinsam einen bewegenden Taufgottesdienst, in dessen Mittelpunkt die Geschwister Melina und Lio Gürtler standen. Schon zu Beginn wurde deutlich, dass dieser Gottesdienst von Gemeinschaft und Generationenverbundenheit geprägt sein würde. Zwei Drittklässlerinnen durften das Taufwasser feierlich in das Taufbecken giessen – ein symbolischer Moment, der die ganze Gemeinde sichtbar in die Feier einbezog. Anschliessend versammelte sich die Tauffamilie um den Taufstein, während Melina und Lio getauft wurden. Als Zeichen des Glaubensweges erhielten beide Kinder eine Kinderbibel. Auch weitere Familienmitglieder gestalteten die Feier mit. Cousinen der Täuflinge trugen liebevoll formulierte Gebete vor, in denen sie Gott um Schutz, Begleitung und Segen für Melina und Lio baten. Die persönlichen Worte verliehen dem Gottesdienst eine besonders herzliche und berührende Note.

Für die musikalische Gestaltung sorgte die hervorragende Musikerin Annedore Neufeld. Sie spielte an der Orgel und begleitete am Flügel den Chor der ReligionsschülerInnen. Bereits zu Beginn des Gottesdienstes beeindruckten die Kinder mit ihrem Gesang des Kirchenliedes „Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen“. Ihre Stimmen erfüllten die Kirche und sorgten für einen feierlichen Auftakt. Am Ende des Gottesdienstes wurden die Schülerinnen und Schüler für ihren Einsatz mit grossem Applaus bedacht.

In ihrer Familienpredigt griff Pfarrverweserin Karin Schmid-Müller die biblische Geschichte von Hanna und ihrem Sohn Samuel auf. Sie erzählte, wie Hanna lange um ein Kind gebetet hatte und Samuel schliesslich als Geschenk Gottes empfing. Der junge Samuel lernte schon als Kind, auf Gottes Stimme zu hören. Diese Geschichte verband die Pfarrverweserin mit der Taufe der beiden Kinder: Auch Melina und Lio seien Geschenke Gottes, begleitet von seinem Licht und seiner Liebe. In drei kurzen Gedanken erinnerte sie die Gemeinde daran, dass Gott Gebete hört, dass Menschen lernen dürfen, auf Gottes Stimme zu hören, und dass Kinder ein kostbares Geschenk sind – verbunden mit einer Aufgabe für Familien und Gemeinde. Besonders anschaulich wurde die Botschaft durch eine kleine Geste: Die Kinder formten ihre Hände wie eine Schale, öffneten sie nach vorne und legten schliesslich eine Hand aufs Herz. Gemeinsam sprachen sie: „Gottes Licht leuchtet für uns.“

Ein weiterer Höhepunkt des Gottesdienstes war die Übergabe der Kolibri-Liederbücher an die Erstklässler. Kirchenvorsteherin Tanja Schum überreichte jedem Kind persönlich ein Exemplar und richtete dabei ein ermutigendes Wort an die Schülerinnen und Schüler. Damit unterstrich sie die Bedeutung der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit. Der Gottesdienst verband festliche Liturgie mit einer lockeren, familiennahen Atmosphäre und blieb zugleich in der guten kirchlichen Tradition verwurzelt. Nach dem Segen blieben viele Besucherinnen und Besucher noch zum Apéro beisammen. Bei Wein, Süssmost und frischem Zopf entstanden lebhafte Gespräche, und die Gemeinschaft mit der Tauffamilie wurde sichtbar genossen.

So wurde dieser Sonntagmorgen in der Stadtkirche Diessenhofen zu einem fröhlichen Fest des Glaubens – getragen von Musik, Gebet und der spürbaren Verbundenheit zwischen Jung und Alt.

 

Barmherzigkeit, die konkret wird

Gut besuchte Generation Church in der Stadtkirche Diessenhofen
Diessenhofen. Ein Gottesdienst, der nicht bei schönen Worten stehen blieb, sondern herausforderte und ermutigte: In der Stadtkirche Diessenhofen versammelte sich die Generation Church zu einem Abend unter dem Leitgedanken, Glauben in tätige Liebe zu übersetzen.
Pfarrverweserin Karin Schmid-Müller leitete die Feier mit klarer evangelischer Prägung. Sie führte die Gemeinde liturgisch durch die Feier und stellte den Gottesdienst unter den Namen des dreieinigen Gottes. In ruhiger, zugewandter Weise schuf sie einen Rahmen, in dem Verkündigung und gemeinsames Singen ihren Platz fanden. Die Generation Church Band unter der Leitung von Daniel Peyer gestaltete die musikalischen Teile stimmungsvoll und zugleich kraftvoll. Modernere Lieder wechselten mit nachdenklichen Tönen und unterstützten die inhaltliche Tiefe des Abends.
Im Zentrum stand die Predigt von Beno Kehl. „Ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben …“ – diese Worte Jesu stellte Kehl nicht als moralischen Appell, sondern als Offenbarung des Herzens Gottes in die Mitte. Christus identifiziere sich mit den Geringsten. Wer dem Bedürftigen begegne, begegne Christus selbst. Anschaulich führte Kehl durch die sieben Werke der Barmherzigkeit: Hungrige speisen, Durstige tränken, Fremde beherbergen, Nackte bekleiden, Kranke und Gefangene besuchen sowie Tote bestatten. Dabei wurde deutlich: Barmherzigkeit ist kein frommes Zusatzprogramm, sondern Wesensmerkmal christlicher Existenz. Der Glaube, so Kehl, bewähre sich im Alltag – dort, wo Not nicht abstrakt, sondern konkret ist.
Ebenso fürsorglich sprach er über die geistigen Werke der Barmherzigkeit: Unwissende lehren, Zweifelnde beraten, Trauernde trösten, Sünder zurechtweisen – in einem Geist der Sanftmut –, Beleidigern verzeihen, Lästige geduldig ertragen und für Menschen beten. Gerade diese „unsichtbaren“ Werke seien im kirchlichen Alltag von grosser Bedeutung. Sie verlangten innere Reife, geistliche Klarheit und die Bereitschaft, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Kehl scheute sich nicht, auch herausfordernde Töne anzuschlagen. Christliche Barmherzigkeit bedeute mehr als spontane Mildtätigkeit. „Sei ein Geber, und man nennt dich einen lieben Wohltäter. Doch lehre den Weg zur Unabhängigkeit, und du wirst zum unbequemen Zeitgenossen“, zitierte er. Anhand seiner grossen Erfahrungen in sozialen Projekten zeigte er, wie Glaube strukturelle Not in den Blick nimmt und Perspektiven eröffnet.
Die Predigt war geprägt von Fröhlichkeit, persönlicher Authentizität und einem grossen Herzen voller Barmherzigkeit. Kehl sprach nicht belehrend, sondern einladend. Immer wieder wurde spürbar: Wer von Gottes Erbarmen lebt, kann selbst barmherzig handeln. Theologie und Praxis gehören zusammen – nicht als Gegensatz, sondern als Einheit. In den Fürbitten und im gemeinsamen Vaterunser nahm die Gemeinde die Impulse der Predigt auf. Der Gottesdienst mündete in Begegnung und Gespräch beim anschliessenden Beisammensein. So wurde deutlich: Der Glaube wurzelt im Vertrauen auf Gottes Gnade – und trägt Frucht in der Liebe zum Nächsten. Barmherzigkeit wagen heisst, Gottes Spuren im eigenen Leben sichtbar werden zu lassen. Der nächste Gottesdienst der Generation Church findet am 29. März 2026 um 19.00 Uhr in der Stadtkirche Diessenhofen statt.

Basel als Lernort des Glaubens

Konfirmandenlager verbindet Gemeinschaft und Nächstenliebe

Vom 5. bis 8. Oktober 2025 fand das diesjährige Konfirmandenlager 2025/26 in der Jugendherberge Basel am Maja Acher-Platz statt. Unter der Leitung von Pfarrverweserin Karin Schmid – Müller und begleitet von Kirchenpräsidentin Jael Mascherin sowie Kirchenvorstand Daniel Peyer erlebten die Konfirmandinnen und Konfirmanden vier erfüllte Tage voller Gemeinschaft, Glaubensvertiefung und spannender Erlebnisse. Als Leitvers begleitete die Jugendlichen das biblische Wort aus Lukas 10,27: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft und deinem ganzen Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst.“ Dieser Vers zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Lagerprogramm – von der Selbstliebe über die Gottesliebe bis hin zur Liebe zum Nächsten.

Selbstliebe – Gott liebt dich so, wie du bist

Am Sonntag, 5. Oktober, startete die Gruppe frühmorgens am Bahnhof Diessenhofen. Nach der Ankunft in Basel stand ein feierlicher Gottesdienst im Basler Münster auf dem Programm. Anschliessend erhielten die Jugendlichen eine äusserst interessante und kompetent geführte Führung durch das Münster. Besonders die zahlreichen Figuren an der Aussenwand faszinierten die Konfirmandinnen und Konfirmanden: Die detailreichen Darstellungen und ihre symbolische Bedeutung lösten lebhafte Gespräche aus. Der Rundgang gipfelte in der Besteigung des Münsterturms, von wo aus sich ein eindrucksvoller Blick über die Dächer Basels bot.

Am Nachmittag folgte die erste Unterrichtslektion zum Thema „Gott und DU“: Die Jugendlichen beschäftigten sich mit der Frage, was es bedeutet, sich selbst anzunehmen und zu lieben – als von Gott gewollte und geliebte Menschen. In der Folge blieb noch Zeit für Spiel und Spass, bevor der Tag mit einem Besuch des Abendgottesdienstes in der Gellertkirche ausklang.

Ein Tag voller Action – Gemeinschaft im Europapark

Der Montag stand ganz im Zeichen von Freude und Teamgeist: Die Gruppe reiste gemeinsam in den Europapark Rust. In kleinen, selbst organisierten Gruppen erkundeten die Jugendlichen den Park, genossen die Achterbahnen und stärkten die Gemeinschaft. Die Rückkehr am Abend war geprägt von strahlenden Gesichtern – alle waren sich einig: Dieser Tag schweisste zusammen.

Gottesliebe und Lebensgeschichten, die bewegen

Am Dienstag widmeten sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden der Frage, wie man Gott lieben und ihm im Alltag begegnen kann. In einer stillen Arbeitsphase schrieben sie eigene Gebete – Texte, die unter die Haut gingen und tief aus dem Herzen sprachen. Ein besonderes Highlight war der Besuch im Basler Buchdruckmuseum: Dort durften die Jugendlichen selbst Papier schöpfen und auf historische Weise drucken – eine eindrückliche Verbindung zwischen Glauben, Geschichte und Handwerk. Am Nachmittag folgte eine bewegende Führung mit einem ehemaligen Obdachlosen, organisiert durch das Sozialprojekt „Surprise“. Die Begegnung mit Herrn B.F., der offen von seinem früheren Leben auf der Strasse erzählte, hinterliess tiefe Spuren. Die Jugendlichen hörten aufmerksam zu und erkannten, wie schnell Lebenssituationen kippen können – und wie wichtig Mitgefühl und Solidarität sind.

Am Abend rundeten ein gemeinsamer Kinoabend und eine stille Reflexionszeit den Tag ab.

Liebe deinen Nächsten – gelebte Verantwortung

Am Mittwoch, dem Abschlusstag, stand das Thema „Liebe deinen Nächsten“ im Zentrum. In einer Unterrichtslektion zum Thema Gerechtigkeit in der Welt setzten sich die Jugendlichen mit der Arbeit der Basler Mission „Hebammen im Südsudan“ auseinander. Sie diskutierten in Gruppen, wie Bildung und Glaube zu einer gerechteren Welt beitragen können. Ein Besuch im Missionshaus Basel und ein Rundgang auf den Spuren von Friedrich Spittler, dem Gründer der Basler Mission (heute Mission 21), rundeten das Lernprogramm ab. Nach einem gemeinsamen Mittagessen entschieden sich alle für einen Stadtbummel durch Basel, bevor es am Nachmittag wieder zurück nach Diessenhofen ging.

Ein Lager, das Spuren hinterlässt

Das Konfirmandenlager 2025/26 war mehr als nur eine Reise – es war eine spannende Erfahrung des Glaubens, der Gemeinschaft und der Verantwortung füreinander. Die Jugendlichen kehrten erfüllt und nachdenklich, aber auch dankbar und gestärkt zurück.

Ein herzlicher Dank gilt allen, die dieses unvergessliche Lager ermöglicht haben – insbesondere Kirchenpräsidentin Jael Mascherin und Kirchenvorstand Daniel Peyer für ihre engagierte Begleitung.

Ein festlicher Beginn des Schuljahres in der Stadtkirche Diessenhofen

Diessenhofen – Mit einem stimmungsvollen Gottesdienst hat die Evangelische Kirchgemeinde Diessenhofen am Sonntag, 17. August, den Beginn des neuen Schuljahres gefeiert. Unter der Leitung von Diakonin Karin Schmid fanden sich zahlreiche Familien mit Kindern, Großeltern, Gemeindemitglieder sowie Gäste in der Stadtkirche ein. Die Kirche war gut belegt, und eine erwartungsvolle, zugleich festliche Atmosphäre erfüllte den Raum.

Musik, Kinder und Predigt

Schon der musikalische Auftakt verlieh der Feier eine besondere Note: Brigitta Lampert an der Flöte und Tina Strube an der Orgel eröffneten den Gottesdienst mit Werken von Benedetto Marcello. Im Verlauf der Feier standen die Kinder immer wieder im Mittelpunkt. Schülerinnen und Schüler lasen Psalmen, sprachen Fürbitten und brachten ihre Stimmen in die Liturgie ein. Die biblische Geschichte von Jakob wurde von Tanja Schum aus dem Familiengottesdienst-Team erzählt und mit Bildern über den Beamer veranschaulicht – ein Beitrag, der besonders die jüngeren Besucherinnen und Besucher ansprach.

In ihrer Predigt knüpfte Karin Schmid an diese Erzählung an. Seifenblasen, die währenddessen durch die Kirche schwebten, wurden zum Sinnbild für die Schönheit, aber auch die Zerbrechlichkeit von Träumen. Manche zerplatzten schnell, so Schmid, andere aber öffneten den Blick nach oben – hin zu Gott. Ihre Botschaft an Klein und Groß war klar: Gott ist da, er begleitet durch die Höhen und Tiefen des Lebens und schenkt einen Frieden, der trägt.

Segnung und Ausklang

Besonders bewegend war die Segnung der neuen Erstklässlerinnen und Erstklässler. Jedes Kind durfte nach vorn treten, empfing von der Diakonin einen persönlichen Segen und erhielt eine bunte, reich gefüllte Schultüte aus den Händen der Kirchenpräsidentin Jael Mascherin. Auf diese Weise wurde den Jüngsten der Gemeinde spürbar vermittelt: Ihr seid willkommen, ihr gehört dazu.

Auch die musikalischen Zwischenspiele, darunter eine Sonate von Christoph Pepusch, trugen zur festlichen Stimmung bei. Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse sprachen gemeinsam den 23. Psalm auswendig – ein eindrücklicher Moment, der die Verbundenheit von Glauben und Schule sichtbar machte. Anschließend betete die Gemeinde gemeinsam das Vaterunser.

Zum Abschluss erhielten alle Kinder beim Hinausgehen eine Dose Seifenblasen – ein Geschenk, das spielerisch an die Predigt anknüpfte. Beim anschließenden Apéro vor der Kirche kamen Jung und Alt bei Kaffee, Süssmost und Guetzli miteinander ins Gespräch. Eine Seifenblasenmaschine zog die Blicke auf sich und sorgte für heitere Gesichter – ein Bild, das den festlichen Charakter dieses Schulanfangs-Gottesdienstes wunderbar abrundete.

Einvernehmliche Trennung

Liebe Bürgerinnen der Kirchgemeinde
Liebe Bürger der Kirchgemeinde

Die Aufsichtskommission der Evangelischen Kirchgemeinde Diessenhofen und Pfarrer Gottfried Spieth haben in gegenseitigem Einvernehmen vereinbart, dass Pfarrer Gottfried Spieth am 15. August 2025 aus dem Pfarramt zurücktritt. Ab diesem Zeitpunkt ist er von der Erbringung sämtlicher Arbeitsleistung gegenüber der Gemeinde entbunden.

Am Sonntag, 10. August wird Pfarrer Gottfried Spieth, seit 2017 Pfarrer in Diessenhofen, auf eigenen Wunsch seinen letzten Gottesdienst in der Gemeinde abhalten und möchte sich von Ihnen allen verabschieden. Dazu laden wir Sie herzlich ein.

Der 65-jährige Pfarrer Gottfried Spieth war aufgrund seines politischen Engagements in Deutschland in die Schlagzeilen geraten. Die Aufsichtskommission der Evangelischen Kirchgemeinde Diessenhofen hat in Absprache mit dem Kirchenrat mit Spieth die Trennung im gegenseitigen Einvernehmen per 15. August 2025 vereinbart.

Wir freuen uns, dass Diakonin Karin Schmid einen Großteil der Aufgaben kurzfristig übernehmen kann. Wir werden Sie zu einem späteren Zeitpunkt detailliert informieren.

Mit freundlichen Grüssen

Jael Mascherin
Präsidentin Evangelische Kirchgemeinde Diessenhofen

Festliche Diessenhofer Konfirmation

Sieben Diessenhofer Konfirmandinnen und Konfirmanden wurden in einem ebenso feierlichen wie fröhlichen Gottesdienst am vergangenen Sonntag 15. Juni eingesegnet und bekräftigten so den Bund ihrer Taufe. Unter Leitung von Diakonin Karin Schmid-Müller und Pfarrer Gottfried Spieth zogen die jungen Leute unter festlichen Orgelklängen in die Stadtkirche ein. Eine große Schar aus Familie, Freunden, Verwandten, Gemeinde, Gästen aus nah und fern empfing sie respektvoll erwartungsfroh.

Ein wunderbares Geflecht klassischer und moderner Lieder, Songs und Improvisationen, dargeboten von Organistin Annedore Neufeld an Orgel und Klavier und der Jugendband mit packenden Sologesängen unter Leitung von Tanja Aeberhardt, sorgte mit einer perfekten Licht- und Tontechnik für ein attraktives Ambiente, eine vertiefte geistliche Atmosphäre und gelassen-lockere Stimmung. Die Gebete, von den jungen Leuten vortragen, waren an den dreieinigen Gott adressiert mit Anliegen bedürftiger Menschen aus nah und fern, aber genauso verbunden mit Dank für den bisher erfahrenen Schutz und Schirm von oben mit erwartungsfrohem Ausblick auf die eigene Zukunft in Lehre und Ausbildung. Die Präsidentin der Kirchgemeinde Jael Mascherin begrüsste die jungen Freundinnen und Freunde als neue Gemeindeglieder und erläuterte den Sinn der Konfirmation, ausgehend vom lateinischen Wort confirmare = Befestigung im Glauben.

Sodann wurde ein Film vorgeführt, von den Konfirmanden selbst gedreht, über den „Kerkermeister aus Philippi“ (Apostelgeschichte des Lukas Kapitel …). Mit plastischen Szenen wurde das dramatische Gefängniserfahrung der apostolischen Missionare Paulus und Silas vorgeführt samt urplötzlicher Befreiung durch ein Erdbeben, weil dafür intensiv gebetet wurde. Ein Dialog schloss sich an mit dem Gefängniswärter, der sich zunächst das Leben nehmen wollte, aber durch den tatkräftigen Trost der Apostel von diesem törichten Schritt abgehalten wurde und noch in der selben Nacht zum Glauben an Gott und Jesus fand. Die Taufe dieses Kerkermeisters wurde von der Diessenhofer Konfirmandengruppe  aus der nordgriechischen Stadt Philippi kurzerhand in den nahegelegenen Rhein verlegt: die gezeigte Filmszene in den Rheinfluten mit vollkommen authentisch wirkender Taufe war der Höhepunkt des genialen Filmtheathers.

In ihrer Festpredigt knüpfte Diakonin Karin Schmid-Müller an diese Begebenheit an. Sie schilderte die Zuversicht, die auf Taufe und Glauben beruht, und warb für ein urlebendiges Gottvertrauen. Dies tat sie, indem sie Jesus Christus in den Mittelpunkt stellte als Kern und Stern des jungen Lebens, das in wunderschöner Weite und Breite vor den Jugendlichen liege und das es wert sei, unter der Leitung von Jesus Christus ebenso fröhlich wie tatkräftig in Angriff genommen zu werden.

Anschliessend wurden die sieben Schülerinnen und Schüler mit dem klassisch-ehrwürdigen Konfirmationssegen gesegnet, der die evangelische Kirche seit Jahrhunderten prägt und auf den Strassburger Reformator Martin Bucer zurückgeht: „Gott Vater Sohn und Heiliger Geist, gebe dir seine Gnade, Schutz und Schirm vor allem Argen,  Kraft und Hilfe zu allem Guten … um deines Erlösers Jesus Christus willen …“ Diakonin Schmid-Müller und Pfarrer Gottfried Spieth vollzogen diesen Segen, unterstützt von Technik-Leiter David Oberholzer. Von der ganzen Gemeinde zusammen mit den Konfirmanden wurde das apostolische Glaubensbekenntnis gesprochen. Nach Unser Vater und Segen zogen die jungen Leute zusammen mit den beiden Geistlichen unter Orgelklängen feierlich aus dem Kirchenschiff aus. Draussen auf dem Vorplatz wartete schon ein feinen  Apero. Damit wurde der Vormittag gesellig fortgesetzt, begleitet von ebenso flotten wie beschwingten Bläserklängen der Diessenhofer Stadtmusik unter Leitung von Rolf Vetter. In dankbar gelöster Stimmung inmitten eines grossen Vertrauenskreises von Eltern, Grosseltern, Paten, Verwandten und der Gemeinde klang dieser denkwürdige Diessenhofer Konfirmationsmorgen aus.

Nachklang eines besonderen Abends der „Generation Church“

Am Abend des 25. Mai wurde die ehrwürdige Stadtkirche Diessenhofen zum Schauplatz eines atmosphärisch dichten, geistlich bewegenden Gottesdienstes der „Generation Church“. Unter dem Titel „Ein Leben voller Facetten“ versammelten sich zahlreiche Besucher aus dem Städtli und den umliegenden Gemeinden, um einen Abend zu erleben, der Musik, Licht, Lebenszeugnis und Glauben auf eindrucksvolle Weise verband.

Schon beim Betreten des Kirchenschiffs fiel das kunstvolle Farbenspiel ins Auge: Die steinernen Wände waren in sanftes Licht getaucht, das dem Raum eine moderne und zugleich sakrale Anmutung verlieh. Diese optische Gestaltung öffnete Herz und Sinne und ergab einen idealen Rahmen für das, was folgte. Das Musikteam unter der Leitung von Daniel Peyer verstand es meisterhaft, mit berührend geistlichen Liedern und locker-beschwingten Rhythmen eine Atmosphäre der Offenheit und Freiheit zu schaffen. Die Musik war nicht nur klangliche Untermalung, sondern ein tragendes Element des Abends, das viele in der Tiefe berührte.

Im Zentrum stand die feurig-inspirierende Predigt von Abdel Ibrahimi, einem gebürtigen Marokkaner mit Stationen in Holland, England und Deutschland, beruflich wie geistlich in Wirtschaft und Kirche beheimatet und in Altdorf bei Stuttgart wohnhaft. In erstaunlicher Offenheit erzählte er seinen Lebensweg: Wie er in der mondänen Metropole Casablanca  wohlbehütet einem liberal-islamischen Elternhaus entstammte. Wie er in jungen Jahren in eine existenzielle Krise geriet. Wie er während seines Auslandsstudiums in den Niederlanden zum Christentum fand. Die persönliche Verbindung zu Jesus als seinem Herrn und Meister sowie das Eintauchen in ein liebevolles christliches Netzwerk seien die entscheidenden Grundlagen seines Lebens geworden, führte der Redner aus.

Leben voller Facetten

Ibrahimi sprach nicht in Gegensätzen, sondern in Entwicklungen voll farbenprächtiger Facetten: Der christliche Glaube sei für ihn keine Ablehnung seiner muslimischen Vergangenheit, sondern eine erfüllende Weiterführung, eine neue Erkenntnisstufe, ja „die Krone und der Gipfel meines Lebens“. In seiner leidenschaftlichen und zugleich sanften Art lud er die Anwesenden ein, sich diesem Vertrauen auf Jesus Christus zu öffnen: „Gott hat einen Plan für dein Leben“, lautete die Kernbotschaft des Abends, die in den Worten gipfelte: „Wie ein Stern begleitet dich Gottes Fürsorge, schenkt Mut, Selbstvertrauen und Hoffnung täglich neu.“

Im Anschluss an die Predigt wurde zur Feier des Heiligen Abendmahls eingeladen, begleitet von der Möglichkeit zur persönlichen Segnung. Der Abend klang bei einem reichhaltigen Apéro aus. Dies schuf einen Raum für Begegnung, Austausch und vertiefende Gespräche.

„Generation Church“ hat sich in der Region Diessenhofen einmal mehr als lebendiges und inspirierendes Format erwiesen, das Glauben erfahrbar macht – generationenübergreifend, persönlich und einladend. Der nächste Gottesdienst dieser Reihe findet am 29. Juni statt. Dann predigt Sozialdiakon Andreas Schlegel (Schlatt) zum Thema „Der ungerechte Knecht“. Schon jetzt darf man gespannt sein, welche neuen Facetten des Glaubens dort zum Leuchten kommen.

 

Lange Nacht der Kirchen in Diessenhofen

Ein Abend voller Licht, Klang und lebendiger Geschichten

Am Freitag 23. Mai öffnete die Stadtkirche ihre Türen zur diesjährigen „Langen Nacht der Kirchen“, die an diesem Datum an sehr vielen Orten in der Schweiz, Österreich und Deutschland stattfand. Es war ein Diessenhofer Abend, der über Stunden hinweg ein tief bewegendes Zusammenspiel aus Theater, Kunst und Musik mit geistlichen Anregungen bot. Ab 20.30 Uhr verwandelte sich das ehrwürdige Gotteshaus in einen Raum voller Licht, Leben und Begegnung.

Im Zentrum des ersten Programmpunkts stand der Apostel Petrus – dargestellt in einem eindrucksvollen Schüler-Theater, das unter der Leitung von Diakonin Karin Schmid-Müller erarbeitet worden war. Die Darbietung griff die Lebensgeschichte und Berufung des Petrus auf und wurde durch lebendige Sprache und starke Rollen geprägt, die die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 mit grosser Ausdruckskraft auf die Bühne brachten.

In besonderem Bezug stand das Theater zum leuchtend blauen Altarfenster im Chorraum der Stadtkirche. Es stammt von dem Bündner Künstler Gian Casty (1914 – 1979) und stellt den Apostel Petrus mit einem Netz dar – sinnbildlich für seine Berufung, Menschen für den Glauben an Jesus Christus zu gewinnen. Hansueli Ruch machte in einem begleitenden Vortrag auf diese Darstellung aufmerksam. Er schuf damit eine lebendige Brücke zwischen Kunstwerk, Geschichte und gelebtem Glauben.

Kunstwerke der Schülerinnen und Schüler

Alsdann traten die Kinder der 1. bis 6. Klasse als Künstlerinnen und Künstler in Erscheinung: Im Religionsunterricht hatten sie eigene Kirchenfenster gemalt und gestaltet – bunte Bilder, die in Form und Farbe erstrahlten, eingebettet in schwarzes Pergamentpapier in Fensterform. Eine fachkundige Jury unter Leitung von Tanja Schum prämierte die gelungensten Werke: aus jeder Klasse wurde ein Sieger oder eine Siegerin mit einem Kinogutschein ausgezeichnet. Aber auch alle anderen, die mitgemacht hatten, erhielten ein kleines Umhängekreuz aus Olivenbaum-Holz als Anerkennung für ihre Kreativität und ihren Einsatz.

Die leuchtenden Fensterbilder der Schüler waren in zwei langen Reihen an einem filigranen Holzgestell befestigt, das in sorgfältiger Handarbeit von Thomas Lüders und Jael Mascherin gebaut worden war. Ein feines Hintergrundlicht liess diese Kunstwerke in geheimnisvollem Glanz erstrahlen. Nach diesem bewegenden ersten Teil der Veranstaltung wurden die zahlreichen Gäste – darunter viele Eltern und Grosseltern – auf dem Vorplatz der Kirche mit einem kräftigen Apéro mit Wurst und Brot empfangen. In geradezu sommerlicher Atmosphäre entwickelten sich gute Gespräche.

Meditativer Klangraum

Um 22.00 Uhr öffnete sich erneut das Kirchenschiff für den zweiten Teil, der ganz im Zeichen von Musik und Wort stand. Annedore Neufeld verzauberte das Publikum mit meditativen Klängen auf Orgel und Klavier – leise, virtuos und einfühlsam. Pfarrer Gottfried Spieth las dazu Weisheitstexte aus dem Alten und Neuen Testament sowie ausgewählte Frühlingsgedichte von Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich von Hardenberg (genannt Novalis), Eduard Mörike und Ludwig Uhland. So entstand ein Klangraum der Besinnung, der die Gäste bis gegen 23.00 Uhr in eine tiefe, friedliche Atmosphäre eintauchen liess.

Die „Lange Nacht der Kirchen“ in Diessenhofen war ein rundum gelungener Abend, der Glaube, Kunst und Gemeinschaft auf eindrucksvolle Weise miteinander verband – getragen von der Begeisterung vieler Beteiligter und dem offenen Geist eines besonderen Ortes.

Generation Church blickt in die Zukunft

Am Abend des 30. März erlebte die Diessenhofer „Generation Church“ einen Gottesdienst, der in seiner Atmosphäre und Botschaft bewegte und berührte. Die dichte Gemeinschaft machte die Veranstaltung zu einem unvergesslichen Erlebnis. Der Kirchenraum präsentierte sich in einladender Stimmung und die Lieder sprühten vor kraftvoller Energie.

 

Christus als Alpha und Omega

 

Höhepunkt war der Auftritt von Pfarrerin Sabine Aschmann (Schlatt) zu dem Thema: „Siehe, ich mache alles neu“. Mit beeindruckender Klarheit präsentierte sie Jesus Christus als Mittelpunkt der Weltgeschichte und des Universums. Sie pries ihn als König der Könige mit grossartigem Plan für Menschheit und Kosmos. Umso mehr bedauerte sie, dass wir „in einem Tunnelblick gefangen sind, der uns hindert, über den eigenen Tellerrand hinaus den göttlichen Horizont zu erfassen.“ Unser Blick sei einseitig materialistisch und selbstzentriert, während der Schöpfer weit über das menschliche Verständnis hinausblickt. Die Heilige Schrift sei ein lebendiges Netzwerk, das auf etwas Grosses und Ganzes zielt. Jesus Christus sei der Dreh- und Angelpunkt, in dem alles zusammenfliesst. „Richten wir unseren Blick auf ihn“, fuhr sie fort, „so erleben wir einen Vorgeschmack auf die Freiheit der neuen Welt, obwohl wir noch mitten im irdischen Leben drinstecken.“ Dieser Optimismus des Glaubens begeisterte die Zuhörer und führte zum vertieften Nachdenken.

 

Schwung nach vorne und oben

 

Die Musik und Lieder der Band waren nicht nur eine Bereicherung für das Ohr, sondern verstärkten den Schwung nach vorne und oben, den die Predigt hervorrief. Sie berührten die Herzen und zogen die Gemeinde mit, so dass jeder Augenblick von einem Gefühl des Aufbruchs erfasst war. Die Feierlichkeit fand ihren Höhepunkt im Heiligen Abendmahl und der persönlichen Segnung, was dankbar in Anspruch genommen wurde. Der Gottesdienst bedeutete eine geistliche Erfahrung, die die Teilnehmer untereinander und mit Gott verband.

 

Abgerundet wurde der Anlass durch einen reichhaltigen Apéro, der Herz, Gemüt und Magen erfreute. Die Gespräche bei Speis und Trank festigten die Gemeinschaft und den Austausch. Das Ganze war ein Ausdruck der Mitfreude an Gott, den Menschen und der Kirche. Es war ein Abend des Glaubens und der Hoffnung und ein Aufbruch zur göttlichen Wirklichkeit. Die nächste Veranstaltung im Rahmen von „Generation Church“ ist am 25. Mai mit einer Gastpredigt von Abdel Ibrahimi zu dem Thema „Ein Leben voller Facetten“.

Youth Church – Weihnachten erleben in Hoffnung auf Frieden

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Unter dem Motto „Weihnachten erleben“ war am Dienstagabend 10. Dezember ein heraus-ragender Anlass der Youth Church Diessenhofen mit allen Sinnen zu bestaunen. Der Innenraum der Stadtkirche erstrahlte in goldgelbem, rotem und violettem Glanz. Eingebettet in dieses Farbenspiel lief ein vielseitiges Programm, das die Besucher auf eine wunderschöne Reise in die Geheimnisse der Weihnachtszeit entführte.

Der Gottesdienst startete markant: Die Roundabout-Guppe aus Schlatt unter Leitung von Sarah Brütsch setzte mit einem rhythmischen Tanz ein Ausrufezeichen. Und schon nahte der nächste Höhepunkt: Der Religionschor der Primarschüler sang das Adventslied „Macht hoch die Tür“ mit mitreissendem Klang, prachtvoll begleitetet von den Trompetern der Diessenhofer Stadtmusik René Stadelmann und Frank Weidele. Die dynamisch-einfühlsamen Songs der Youth Church Band verstärkten die Atmosphäre auf unnachahmliche Weise. Der vordere Teil des Kirchenschiffs und der Chorraum waren geheimnisvoll erleuchtet, wodurch die Wirkung der Musik noch einmal gesteigert wurde.

Vom Trost der Christrose

Für tief emotionale Momente sorgten Diessenhofer Sekundarschüler mit einem Weihnachtsmusical, verfasst von Diakonin Karin Schmid-Müller. Die sensible Darstellung der Maria, die vom Erzengel Gabriel besucht wird, um von ihrer wundersamen Schwangerschaft zu erfahren, rührte die Herzen an. Der Engel sprach mit einer dermassen souveränen Stimme, dass die Wunderkraft seiner Botschaft eigentlich jedem Beobachter unmittelbar einleuchten musste. Dennoch war es für Maria schwierig, ihre Schwangerschaft ihrem familiären Umfeld zu erklären. Mit Humor stellten die jungen Schauspieler diese Szene dar. Es brauchte schon die ganze Überzeugungskraft des Erzengels, um Marias Verlobten Josef von der heiligen Bedeutung dieses Ereignisses zu überzeugen. Zuletzt wurde auch Marias skeptische Mutter Anna eines Besseren belehrt.

Während Josef und Maria sodann zu ihrer beschwerlichen Wanderung nach Bethlehem zwischen voll besetzten Bänken und Stuhlreihen aufbrachen, begleitete sie der Diessenhofer Geigenbauer Martin Kuhn in wunderbarer Leichtigkeit, indem er auf seinem selbst gebauten Instrument das Adventslied “Es ist ein Ros entsprungen“ himmlisch sanft erschallen liess.

Anschliessend traten Hirtenmädchen aus gegensätzlichen sozialen Verhältnissen auf, die ihre kleine Kollegin Yumai hänselten. Doch aus ihrem Leid erwuchs Segen, als sie dem neugeborenen Jesus begegnete. Daran knüpfte Karin Schmid-Müller in ihrer Predigt an. Trotz ihrer Armut habe Yumai dem Heiland ein Geschenk von unschätzbarem Wert präsentiert – eine aus ihren Tränen emporgewachsene Christrose. „In dieser Geste spiegelt sich die Botschaft von Weihnachten“, betonte die Rednerin. „Wie Yumai mit leeren Händen dasteht und dennoch das wertvollste Geschenk überbringt, so empfangen auch wir mit leeren, sorgenvoll traurigen Händen unsere Christrose, die aus unseren Tränen emporwächst, und vertrauen Jesus Christus unser Leben an.“ Mit Hoffnungsgedanken und Gebetswünschen entzündeten die Schülerinnen und Schüler Kerzen, die sie in eine Sandschale steckten.

Festfreude und Dankbarkeit

Sodann ging die Feier auf dem Vorplatz der Stadtkirche munter weiter. Hier gab es köstlich warme Verpflegung an eigens eingerichteten Ständen, darunter Kürbissuppe, Glühwein und Punsch. Für die Kinder gab es leibhaftige Kamele und Esel, die einen weihnachtlichen Streichelzoo bildeten und zum Fotografieren einluden, sowie einen nachgebauten Stall von Bethlehem, der die Weihnachtsgeschichte noch greifbarer machte.

Die reformierten Diessenhofer Sekundarschüler wirkten in sechs Arbeitsgruppen mit. Diese Teams werden von ehemaligen Konfirmanden geleitet, und zwar von Tanja Aeberhardt (Band und Gesangsensemble), Lea Sommer (Moderation), Jasiel Jäggi (Theater), Keira Mascherin (Dekoration), Leonie Lüders und Menia Bischof (soziale Medien), Leon Birk und Salome Santos (Verpflegung), Ben Koller (Licht- und Bildtechnik) sowie David Oberholzer und Alain Clénin (Film- und Tontechnik). Ihnen gebührt besonderer Dank, aber auch Jael Mascherin für ihr unermüdliches Wirken im Hintergrund. Die Stadtgemeinde Diessenhofen und die Firma Schmid Markthäuschen (Schlattingen) trugen durch grosszügige Sponsorenbeiträge ebenfalls zum Erfolg bei. Die nächste Youth Church ist am 21. Januar 2025 mit stud. Theologen Lukas Gerber, der dann die Predigt halten wird.

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Fest der Menschheit

Wir feiern bald. Für viele von uns ist das der Geburtstag des wichtigsten Menschen der Geschichte. In ihm verehren wir den Welterlöser. Für ebenso viele von uns ist es das Fest der Familie. Kerzen, Lieder, Lichterketten, Tannenbäume schmücken unser Miteinander. Sie unterfüttern den Zusammenhalt, den wir geniessen am Untersee und Rhein. In dieses Lebensgefühl passt Weihnachten wie der Schlüssel zum Schloss.

Schlüsselmacher

Obwohl dieses Fest zunehmend bürgerlich und weltlich wird, hat es einen religiösen Ursprung. Es geht um den Schlüsselmacher. An Weihnachten schliesst er Tore auf. Jetzt ist der Durchgang frei: Der Himmel ist ebenso offen für die Erde, wie die Erde offen für den Himmel ist. An diesem Tag schafft Gott die eine ungeteilte Welt.

Warum macht er das? Geht es ihm ähnlich wie uns? Geselligkeit und Familiensinn suchen wir. Über unseren Schatten springen wir. Das tun wir, um schwierige Beziehungen zu retten. Gott macht es noch besser. Das geht so weit, dass er um des lieben Friedens willen seinen Wohnort wechselt. Und zu uns zügelt. Aus seiner unendlichen Höhe eilt er herab. In unserer Mitte schlägt er sein Zelt auf. Nicht nur in Bethlehem wohnt er. Sondern auch am Untersee und Rhein, in den Städten und Dörfern dieser wunderschönen Kulturlandschaft.

Körperwelten

Was ist der tiefere Grund, warum er das macht? Freien Zugang will er. Menschlich und weltlich will er sein. Mitsamt allen Höhen und Tiefen. Die schönen Dinge des irdischen Daseins erfährt er am eigenen Leibe, aber auch unsere normalen Sachen bis hin zu den schwierigsten Problemen: Alles teilt er mit uns. Unsere Art und Weise des Denkens, Fühlens, Sprechens und Hörens macht er sich zu eigen. Unser Körpergefühl geniesst er in vollen Zügen. „Das Wort ward Fleisch“, sagt die Bibel dazu in ihrer drastischen Sprache. Oder um es krass auf den Punkt zu bringen: Gott wird ein menschlicher Körper.

Das läuft über vier adventliche Stufen und gipfelt im 25. Dezember. Das ist der Tag aller Tage. Das ist die menschliche Geburt des göttlichen Sohnes. Wo? In der Nachbarschaft von Ochsen, Eseln, Schafen, Engeln, Königen, Hirten. In der Nachbarschaft von Konstanz, Kreuzlingen, Ermatingen, Arenenberg, Steckborn, Eschenz, Stein am Rhein, Diessenhofen, Schaffhausen. Gottes Sohn gehört der Bodensee mit Untersee und Rhein. Sein ist die ganze Welt.

Fortschritt

Am 25. Dezember wird weltweit der Heiland in der Futterkrippe gefeiert. Was für ein Fanal der Völkerfreundschaft ist das! Das göttliche Kind, unter bescheidensten Umständen geboren, löst eine Neubewertung aller Dinge aus. Weihnachten ist der Startschuss für die Befreiung gemobbter Leute. Das zielt auf eine gerechte Verteilung der Rechte und Pflichten nach dem Motto: Jeder nach seinen Bedürfnissen, jeder nach seiner Leistung. Dieser Festtag ist der Anfang einer schwierigen, von Rückschlägen geplagten, aber zielführenden Weltentwicklung.

Dieses Fest hat vielfach mitgeholfen, Streit zu verringern. Aber bringt es auch unser aller Gleichheit und Freiheit zur Geltung? Kann es Schwachstellen unserer Zivilgesellschaft heilen? Schrägstellen ausbalancieren? Ungerechtigkeit ausgleichen? Ja, Tore werden geöffnet und steinige Strassen geebnet. Das Eis schmilzt. Emotional sind wir nicht mehr so weit auseinander, wie wir es auch schon waren. Achtsam fühlen wir uns in Gott und sein Wort ein. In Solidarität treffen wir uns mit unseren lieben – oder auch nicht so lieben – Mitmenschen. Das ist der Segen dieses Festes.

Türöffner

Gott und sein Sohn schaffen diesen Segen. Sie sind Meister der Kommunikation. Nichts tun sie lieber, als gute Dialoge zu führen. Gott und sein Sohn haben ein inniges Bedürfnis nach Geselligkeit. Und das übertragen sie auf uns. Wer auch immer den neugeborenen Jesus besucht, taucht in das Bad seiner liebenswürdigen Gemeinschaft ein. An seiner Krippe sind wir miteinander vereint im Denken, Fühlen, Handeln. Unser übertriebener Individualismus wird leise aufgelöst. Langsam, aber sicher. Das Ich-Gefängnis der Angst bricht entzwei. Das Schneckenhaus, das das wir flüchteten, platzt.

So viel freie Luft zum Atmen hatten wir nie. Jetzt ist er da, der Duft der schönen neuen Welt, die das Christkind schafft. Sein Geburtstag bringt die Wende. Grenzen werden aufgemacht, Barrieren gesprengt, Schlagbäume sind nicht mehr nötig, denn Himmel und Erde werden eins. Diese Entwicklung ist seit Jesu Geburt unumkehrbar. Deshalb gibt es bald keine trennenden und störenden Elemente mehr auf Erden.

Was für eine Verheissung ist das! Sie wird eingelöst, sobald es an der Zeit ist. Gott ist der Schlüsselmacher dieser neuen Zeit. Sein Sohn ist Türöffner und Bahnbrecher der Freiheit. Sein Geburtstag ist das Schlüsselereignis. Oder wie es im Lied heisst: „Heut schliesst er wieder auf die Tür zum schönen Paradies; der Kerub steht nicht mehr dafür, Gott sei Lob, Ehr und Preis.“

In diesem Sinne wünscht Ihnen ein segensreiches Christfest

Ihr Gottfried Spieth, evangelisches Pfarramt Diessenhofen

 

Generation Church diskutiert Wendepunkte und Neuansätze

Die Diessenhofer Stadtkirche bildete am vergangenen Sonntag, 30. Juni die Plattform für einen spannenden Abend der Generation Church: Gastredner Josha Kuhn (Rheinau ZH), selbst im Städtli aufgewach­sen, machte „Mut zur Veränderung“. Lieder, Musik und farbige Lichteffekte sorgten für eine Stimmung, die diesem Anlass mit seinem originellen Zuschnitt und hohen Informationswert angemessen war.

Reinheit der Gesinnung 

Der Prediger berichtete von seinen Erfahrungen als Program­mierer. Die beruflichen Kennt­nisse brachte er in Beziehung zum Thema des Abends: Sowohl in der Computer-Branche als auch im kirchlichen Zusammenleben brauche es einen ständigen Schub der Erneuerung, um den Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein. Dies untermauerte Kuhn, indem er auf den barmherzigen Samariter (Lukas 10, 25-37) einging. Diese Geschich­te erzählte er nicht – wie sonst üblich – aus der Mitleids-Perspektive des halbtot zusammen­geschlagenen Opfers, sondern aus dem Blickwinkel des Priesters und Tempel­dieners, die vom Jerusalemer Gottesdienst kamen und vorübergingen. Wie Kuhn ausführte, handelten diese beiden nicht aus Nachlässigkeit oder Verachtung so kühl abweisend, sondern aus Sorge um ihre gottesdienst­liche Reinheit, die es ihnen verbot, mit offenen Wunden und Blut anderer Men­schen in Kontakt zu kommen. Die beiden Gottesmänner hätten ihre religiöse Gesin­nung, die auf überlieferten Gesetzestexten des Alten Testaments beruhte, als das höchste Gut ihres Lebens angesehen, dem absolut Folge zu leisten sei – unabhängig von den Folgen ihres Tuns und Lassens. Eine wichtige Rolle habe dabei gespielt, dass die Ämter des Priesters und Tempeldieners genau jenen altehrwürdigen jüdischen Familien vorbehalten waren, deren traditionelle Rituale ausserhalb jeder Diskussion standen.

Verantwortung für die Gemeinschaft

Im Schlussabschnitt fragte Kuhn, ob und wie oft auch in heutigen Landes- und Freikirchen die Tradition über die Mitmenschlichkeit triumphiere? In früher Jugend erlernte Regeln und Prinzipien würden allzu oft den Versuch blockieren, vorurteilsfrei auch einmal alter­na­tive Lösungs­­wege auszuprobieren. Weil es weniger anstrengend sei, gehorche man lieber der Macht der Gewohn­heit und bleibe auf ein­gefahrenen Gleisen. Kuhn jedoch ermunterte die Zuhörerinnen und Zuhörer, sich aufzuraffen, Barrieren abzubauen und Schranken zu öffnen. Auf diese Weise finde man Wege zum Mitmenschen – und zwar unabhängig von dessen Eigenart, die womöglich anfangs noch hinderlich im Wege stand.

Im Anschluss an Predigt, Fürbitte, Unser Vater und Segen erging herzliche Einladung zum Heiligen Abend­mahl. Wer wollte, konnte sich dabei persönlich segnen lassen. Hernach fand ein feiner Apero lebhaften Zuspruch, woraus sich lang anhaltende Gespräche ergaben, die die Botschaft des Abends vertieften. Der nächste Anlass im Format „Generation Church“ ist am 25. August mit einer Predigt von Pfarrer Gottfried Spieth zu dem Thema: „Gott ist Familie“.

Youth Church auf den Spuren des Apostels Paulus

Gebannt verfolgten die Besucher des Diessenhofer Jugendgottesdienstes vom vergangenen Dienstag 18. Juni den Werdegang eines der wichtigsten Männer der Weltgeschichte. Über den Apostel Paulus, der im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung lebte, präsentierten die Diessenhofer Oberstufenschüler ein kraftvolles Theater in der Stadtkirche.

Unterwegs in halb Europa

Gezeigt wurde, welch überraschende Kehrtwende  damals um 180 Grad ablief „vom Saulus zum Paulus“ – vom grössten Christenverfolger zum grössten Missionar aller Zeiten. Eingekleidet in farbenfrohe Gewänder, führten die jungen Leute drastisch vor Augen, welch brutale Gefahr lange Zeit von diesem Mann ausging, bis er endlich zur Vernunft kam und zu einem absolut friedliebenden Menschen wurde – wobei er dann allerdings selbst unter Verfolgung zu leiden hatte. Besonders eindrücklich waren der Lichtblitz  und die Donnerstimme Jesu Christi zu sehen und zu hören, die Paulus auf dem Weg nach Damaskus zu Boden warfen. Anschaulich wurde gezeigt, wie er ein neuer Mensch wurde und aufbrach, um auf unendlich weiten Missionsreisen durch halb Europa möglichst vielen Leuten die gute Nachricht zu verkündigen.

Der grosse Reset

In der anschliessenden Predigt ging es darum, „was wir von Paulus lernen können.“ Diakonin Karin Schmid betonte, wie wichtig ein „Reset“ sei, also ein Neustart im Leben: Durch eine persönliche Begegnung mit Jesus Christus „fällt es uns wie Schuppen von den Augen, und wir sehen die Welt mit neuen Augen.“ Diese Lebenswende versetze uns ähnlich wie Paulus in die Lage, die gute Nachricht anderen Menschen zu vermitteln.

Im Anschluss an ihre Ausführungen lud Frau Schmid die Jugendlichen ein, über das Gehörte zu diskutieren unter der Frage: „Was bedeutet euch die Botschaft von Jesus, und welche Erfahrungen habt ihr mit Jesus gemacht?“ In einer der Gesprächsgruppen waren die vor kurzem konfirmierten Diessenhofer Jugendlichen versammelt. Sie berich-teten von Gebetserhörungen bei sportlichen Herausforderungen. Ausserdem betonten sie Werte wie Friede, Freude, Liebe, Mitmenschlichkeit und Fairness, die sie bei Jesus Christus gelernt hätten.

Stabwechsel bei der Jugendband

Die Band unterstrich die Botschaft des Abends durch mitreissende Lieder. Julia Schmid leitete dieses Ensemble ein letztes Mal und wurde mit herzlichem Applaus verabschie-det. Ihre Nachfolgerin Tanja Aeberhardt wurde mit ebenso herzlichem Beifall begrüsst. Das Technikteam unter Leitung von Ben Koller liess Töne, Bilder und Farben in leuchten-der Pracht erklingen und aufleuchten. Nach Ende der Veranstaltung fand auf dem Vorplatz ein schmackhafter Apero mit Hotdogs und Kuchen statt. Der nächste Jugendgottesdienst ist am 24. September und zu dem Thema: Paulus Teil II.

Konfirmation mit Ausrufezeichen

Die fast bis auf den letzten Platz gefüllte Stadtkirche war am 26. Mai Schauplatz eines herausragenden Ereignisses. Dieser Sonntag kann mit Fug und Recht als ein Höhepunkt im religiösen Leben des Städtli bezeichnet werden: Vier Konfirmandinnen und neun Konfirmanden wurden nach abgelegtem Glaubensbekenntnis als vollwertige Mitglieder der reformierten Kirchgemeinde eingesegnet.

Biblische Werte gestern, heute und in Zukunft

Im Verlauf des Gottesdienstes gaben die jungen Leute eine Kostprobe dessen, was sie im Unterricht gelernt hatten. In Form eines Sprechtheaters, unterstützt durch ausdrucksstarke Bilder an der Leinwand, präsentierten sie Figuren der biblischen und weltlichen Geschichte. Mit geschliffenen Aussagen zogen sie eine Linie von Mose bis zu Martin Luther King, die je auf ihre Weise für die Geltung der zehn Gebote im menschlichen Miteinander gekämpft hatten.

Die Jugendlichen zeigten, dass christliche Werte sich in allen gesellschaftlichen Bereichen bewähren, so auch im Sport. Sie stellten berühmte Fussballspieler aus Brasilien und Portugal vor, die aus der Kraft des Glaubens Höchstleistungen erbringen. Zudem wagten die Konfirmanden einen Blick in die Zukunft. Anhand der Gestalt des Paul Atreides aus dem Science Fiction Film Dune II loteten sie aus, welche bibelorientierten Werte auch in fernen Zeiten ihre Gültigkeit behalten im gesamten Kosmos.

Daran knüpfte Pfarrer Gottfried Spieth in seiner Predigt an. Er empfahl den Leiter der österreichischen Nationalmannschaft Ralf Rangnick als Vorbild. Dieser Erfolgstrainer habe es sich zur Aufgabe gemacht, aus bescheidenen Anfängen das Bestmögliche herauszuholen. Der optimale Coach sei jedoch Gott in seiner dreifachen Persönlichkeit als Vater, Sohn und Heiliger. Er sei beste Führungsfigur, die man sich als junger Mensch wünschen könne für Zeit und Ewigkeit.

Prächtiges Begleitprogramm

In ihrem Grusswort erläuterte Präsidentin Jael Mascherin den Begriff Konfirmation als „Befestigung im Glauben“ und gab den jungen Menschen die Segenswünsche der Kirchgemeinde auf den Weg mit. Unter Leitung von Julia Schmid mischte die Jugendband das Publikum mit locker aufbereiteten Lobliedern auf, während Annedore Neufeld klassische Orgeltöne und einfühlsame Improvisationen am Klavier erklingen liess. Das Technikteam unter Leitung von David Oberholzer sorgte für eine gelungene Bild-, Licht- und Tontechnik. Abschliessend sagten die Konfirmanden ein herzliches Dankesschön an ihre Eltern, Paten und Grosseltern für die bisherige Wegbegleitung.

Die grosse Stunde der Diessenhofer Stadtmusik unter ihrem Dirigenten Daniel Vetter kam nach dem Gottesdienst: Auf dem Vorplatz liess sie ein festliches Platzkonzert erschallen. Ein feiner Apero, präsentiert vom Kirchenvorstand, rundete den festlichen Vormittag ab, der für diese 13 jungen Freundinnen und Freunde, ihre Familien und die ganze Gemeinde in dankbarer Erinnerung bleiben wird.

Weitere Bilder der Konfirmation finden Sie HIER

Berufung und Verantwortung

Diessenhofer Jugendgottesdienst mit markanter Thematik

Am Dienstagabend 30. April versammelten sich zahlreiche junge Leute aus dem Städtli und den umliegenden Gemeinden in der Diessenhofer Stadtkirche. Sie beteiligten sich an einem Gottesdienst, der unter dem anspruchsvollen Titel „Berufung“ stand.

Von Anfang an herrschte eine gute Atmosphäre, die sich im Publikum ausbreitete. Einleitend sorgte Moderatorin Lea Sommer mit viel Humor für eine gespannte Erwartung der Dinge, die da kommen sollen. Sie dirigierte ein Wettspiel mit zwei enorm grossen Luftballons, die jeweils die Weltkugel symbolisieren sollten. Das Technikteam unter David Oberholzer verfeinerte das positive Gesamtgefühl mit Licht- und Klangeffekten. Die Band trug ihren Teil dazu bei, dass die Stimmung immer noch weiter verstärkt wurde: Unter Leitung von Julia Schmid betraten fünf Sängerinnen, Sänger und Instrumentalisten das Podium. Sie lösten einen Sturm der Begeisterung aus mit tanzförmig beschwingten Liedern und rhythmischen Akkorden. Die Sechst- bis Neuntklässler aus Diessenhofen und den umliegenden Gemeinden gerieten zeitweise aus dem Häuschen. Die anwesenden Eltern und Grosseltern wurden von dieser Freude angesteckt.

Leitfigur Mose

Schlatter Jugendliche stellten sodann in Theaterform die alttestamentarische Gestalt des Mose vor, des Gründers der jüdischen Religions- und Volksgemeinschaft. Anschaulich wurde vor Augen geführt, wie dieser einsame Mann in der Wüste Sinai einen brennenden Busch erblickt, aus dem kein geringerer als Gott selber spricht. Obwohl in Ehr-Furcht vor der wundersamen Erscheinung erstarrt, wagt Mose es dann doch, mit Gott ins Gespräch zu kommen über den Auftrag, den er ausführen soll. Das tut er deshalb, weil ihn erhebliche Selbstzweifel plagen, ob er den Aufgaben gewachsen ist. Hauptdarstellerin Mirella Zetta aus Schlatt präsentierte einen Mose, der eifrig und beharrlich Job-Verhandlungen führt. Und zwar mit wem? Ausgerechnet mit dem obersten Herrscher des Universums, der sich mit göttlicher Würde und Kooperationsbereitschaft auf diese Unterredung einlässt!

Entdecke deine Begabung!

In ihrer Kurzpredigt forderte Diakonin Karin Schmid dazu auf, die eigene Berufung zu Er-Spüren und in die Tat umzusetzen. Sie fragte die Zuhörer, welche Verantwortung sie für unseren blauen Planeten gemäss persönlicher Veranlagung bereit seien zu übernehmen? Und ob sie ähnlich wie Mose Zweifel hegen würden an ihrer Begabung? Diese Fragen wurden sodann in das Publikum hineingegeben, das in sieben Schülergruppen und zwei Teams für Erwachsenen aufgeteilt wurde, die sich an den verschiedenen Ecken des Kirchenschiffs trafen. Diese Gesprächsrunden förderten erstaunliche Rückmeldungen zutage, die das Thema weiterführten. So wurde etwa das Problem angeschnitten, welche weiblichen Talente welchen männlichen Gaben gegenüberstehen, und welche Überschneidungen und Schnittmengen es im Begabungsprofil von Frauen und Männern gibt?

Der in Schlatt tätige Diakon in Ausbildung Andreas Schlegel beschloss die Veranstaltung mit „Unser Vater“ und Segen. Schmackhafte Hotdogs und kühle Getränke sorgten hernach für eine gemütliche Atmosphäre im geselligen Austausch. Der nächste Diessenhofer Jugendgottesdienst ist am 18. Juni zu dem Thema „Paulus unterwegs“.

Diessenhofer Generation Church grüsst das Pfingstfest

Der Geist schöpferischer Freiheit im Mittelpunkt des Geschehens

Am Sonntag 28. April versammelte die Diessenhofer Generation Church zahlreiche Gäste in der Stadtkirche. Sie wurden Zeugen eines Programms mit zeitgenössischer Musik, samtweich aufstrahlenden Lichtern und zielführenden Anregungen. Im Vorgriff auf Pfingsten stand die dritte Person der göttlichen Dreifaltigkeit im Mittelpunkt des Abends: Der Heilige Geist in seiner Eigenschaft als Feuer, Wind, schöpferische Bewegung, tröstliche Lebenskraft und Taube des Friedens. Die Band unter Leitung von Daniel Peyer befeuerte das Thema mit rhythmisch akzentuierten Akkorden und Melodien. Mitreissende Glaubenslieder erschollen zum Lob Gottes und zur Freude der Gemeinde.

Geradlinigkeit und Unmittelbarkeit

Nach einer lockeren Eingangsmoderation durch Jael Mascherin ergriff Diakonin Karin Schmid das Wort. Sie stellte die Frage: Wer ist und was tut der Heilige Geist? „Er redet viel mehr, als wir denken“, merkte sie an und rief dem Publikum zu: „Achtet auf eure Gedanken, seid sensibel für den Geist der Heiligkeit, lauscht auf seine Signale!“ Ein ganzes Bündel von Schriftworten wurde zitiert, in denen der Geist als Prinzip der Schöpfung und Freiheit gefeiert wird. In Anlehnung an die hebräische Grundbedeutung des Schöpfungsberichts wurde erläutert, wie wild und kraftvoll, aber auch mütterlich zartfühlend der Geist über der Urflut schwebt und neues Leben ausbrütet.

Der Heilige Geist stehe für Erneuerung und Erfrischung, Schönheit und Anmut, Sicherheit und Klarheit, Durchsichtigkeit und Ehrlichkeit. „Er ist frei von jeder denkbaren Form von Hinterlist“, sagte die Rednerin. „Er fährt nicht zweigleisig. Er ist geradlinig und hat keinen zweiten verborgenen Sinn in der Rückhand, den er gegen dich ausspielt. Er tritt zwar überraschend und mitunter sehr unkonventionell auf. Aber Täuschungsmanöver und schockierende Schreckensmomente sind ihm unbekannt.“

Der Heilige Geist als Gentleman

Der Geist stifte Erkenntnis. Er sorge dafür, dass Jesus Christus auch nach seiner Auffahrt im Verhältnis eins zu eins direkt erlebbar sei, so Frau Schmid. „Der Geist schafft es, eine Atmosphäre dichtester Unmittelbarkeit zwischen Himmel und Erde herzustellen. Er ist in ständiger Kommunikation mit dir und mir. Er wandelt Schwäche in Stärke, erweitert den Horizont, spendet Kraft und Trost. Er drängt sich niemandem auf. Der Heilige Geist ist ein Gentleman. Deshalb sind die Erwartungen gross, die wir an ihn haben,“ lautete der Grundtenor der Predigt.

Im Anschluss wurde die Feier des Abendmahls im Chorraum durchgeführt. Persönliche Segnung wurde von etlichen Teilnehmern dankbar angenommen. Das Pastoralteam mit Doris Greim und Pfarrer Gottfried Spieth gestaltete diesen Teil des Gottesdienstes mit behutsamer Aufmerksamkeit. Alsdann fand mit einem kräftigen Apero die Überleitung zum gemütlichen Teil des Abends statt. Mit lang anhaltenden Gesprächen klang der Anlass aus. Der nächste Gottesdienst im Format „Generation Church“ ist am 30. Juni mit Josha Kuhn zum Thema: „Mut zur Veränderung“.

 

Auf den Spuren der Reformation in Zürich

Der Mittwoch 24. April war ein Höhepunkt im Schul-Alltag von 17 reformierten Siebt- und Achtklässlern der Sekundarstufe Diessenhofen. Im Rahmen eines Religionshalbtags fuhren sie unter Leitung von Religionslehrerin Karin Schmid und Pfarrer Gottfried Spieth nach Zürich. Dort lernten sie zwei Hauptgebäude der reformierten deutschsprachigen Schweiz kennen: das Grossmünster und das Fraumünster.

Von Künstlern, Nonnen und Reformatoren

Die SBB brachte die muntere Truppe rechtzeitig in die Stadt an der Limmat, sodass um 10.00 die Führung beginnen konnte. Unter kundiger Anleitung von Herrn Kamlah begab man sich zunächst ins Fraumünster. Hier bewunderten die Schüler die weltberühmten, von sanftem Morgenlicht durchfluteten Glasmosaik-Fenster des russisch-jüdischen Künstlers Marc Chagall (1887-1985). In der Gruft erfuhren sie vom Schicksal der letzten Äbtissin des Fraumünster-Klosters, Katharina von Zimmern (1478-1547). Diese bedeutende Katholikin habe sich nach längerer Bedenkzeit der Reformation angeschlossen, hiess es. Ein theologischer Kontakt zu dem leitenden Zürcher Geistlichen, dem Leutpriester und Reformator Ulrich Zwingli (1484-1531), habe sie in diesem Schritt bestärkt. 1524 habe sie das Kloster zu treuen Händen dem Stadtrat übergeben, geheiratet und eine Familie gegründet – wobei sie in ihrem späteren Leben zeitweise in Diessenhofen gewohnt habe.

Von Bilderstürmern und Prachtbibeln

Auf den Spuren dieser denkwürdigen Persönlichkeit spazierten die 17 Diessenhofer Schüler über die Limmatbrücke zum Grossmünster, wo die Führung fortgesetzt wurde. Hier standen zunächst die Glasmosaik-Fenster des Graubündner Künstlers Augusto Giacometti (1877-1947) im Mittelpunkt. Interessant war zu hören, dass während der Reformationszeit alle Bilder, Skulpturen, Altäre, Schmuckstücke, Kreuze und sogar Orgeln aus den Zürcher Kirchen entfernt wurden, meist in Nacht-und-Nebel-Aktionen.

Herr Kamlah lotste die Diessenhofer Gruppe sodann auf verborgenen Pfaden in die Sakristei des Grossmünsters, in die normalerweise kein Tourist hineinkommt. Mit grossem Interesse wurden zwei riesige, prachtvoll illustrierte Zwingli-Bibeln aus dem 16. Jahrhundert bestaunt. Der Reformator mit seinem Team habe von Mitte bis Ende der 1520er Jahre eine dem schweizerdeutschen Dialekt angepasste Übersetzung erarbeitet, wusste Herr Kamlah zu berichten. Der heutige Geldwert jener historischen Prachtbibeln könne im Falle einer Auktion bis zu eine halbe Million Franken ausmachen. Eine Turmbesteigung mit weitem Rundblick beendete den Rundgang durch beide Hauptkirchen. Nach einem Picknick auf dem Vorplatz und einem Glace unterwegs erreichte man wohlbehalten den Hauptbahnhof und war am frühen Nachmittag wieder zu Hause in Diessenhofen.

Diessenhofer Jugendgottesdienst

Diese Impulse des Religionshalbtags werden in festlicher Weise ausgeweitet auf alle reformierten Schüler 6. bis 9 Klasse aus Diessenhofen und den umliegenden Orten. Dies geschieht beim Jugendgottesdienst am heutigen Dienstag 30. April um 19.00 in der Stadtkirche. Zum Thema des Abends „Die Berufung des Mose“ präsentieren Schlatter Jugendliche ein packendes Theater, während die Band flotte Lieder spielt. Ein schmackhafter Apero rundet das Ganze ab. Zu diesem Ereignis ergeht herzliche Einladung an die junge Generation aus dem Städtli und der Region sowie an die Eltern und Grosseltern.

Diessenhofer Frühlingserwachen mit Flötentönen und Dichterklängen

Ein wundervoll stimmiger Anlass bewegte in der vergangenen Woche Herz und Sinne der Menschen im Städtli. Die Veranstaltungsreihe „Kultur am Nachmittag“ brachte frühlingsbegeisterte Bürgerinnen und Bürger zusammen. Dies geschah im Evangeli-schen Kirchgemeindehaus am Dienstag 16. April. Das Blockflöten-Ensemble „Sopral-tenba“ unter Leitung von Brigitta Lampert erfreute die Besucher mit feinsinnig ausba-lancierter, vielstimmiger Musik und zartfühlender dichterischer Kraft. Tanja Schum als Leiterin der Programmreihe begrüsste die acht Flötistinnen  auf das Herzlichste.

Tanzen und Springen

Mit der volkstümlichen Weise „Tanzen und Springen“ begann der bunte Reigen, in den die anwesenden Diessenhofer Frühlingsfreunde voll mit einbezogen wurden, vor allem während des munteren Stücks „Kommt ihr G´spielen“. Alsdann wurde „der lieben Son-ne Licht und Pracht“ dankbar gedacht, und zwar mit vielstimmig wohltemperierten Tö-nen zur Ehre des Schöpfers. Schliesslich folgte die Überleitung zum humorvollen Ab-schnitt des Nachmittags. Ein „Spatzenkonzert“ und lustige Kuckucks-Lieder – unter anderem von Antonio Vivaldi (1678-1741) – wurden mit verschmitztem Lächeln und einem kräftigen Augenzwinkern dargeboten, untermalt durch Bilder, die an der Leinwand aufleuchteten.

Voll Blüten

Zwischen den Flötenstücken trug Brigitta Lampert Gedichte vor. Dies geschah mit Lust und Liebe und mit bühnenreifer sprachlicher Ausdruckskraft. Das Werk der zeitgenössi-schen Poetin Brigitte Schoch „Mein Garten“ schaufelte den Weg frei für ein „Frühlings-erwachen im Wald“. Ebenso kraftvoll wie einfühlsam kam Annette Droste von Hülshoff (1797-1848) zur Geltung, die mit hymnisch schwebenden Reimen den Frühling als „die schönste Zeit“ preist. Höhepunkt war dann Hermann Hesse (1877-1962) mit seinem ebenso tiefsinnigen wie weit ausgreifenden Gedicht „Voll Blüten“:

Voll Blüten steht der Pfirsichbaum, nicht jede wird zur Frucht.
Sie schimmern hell wie Rosenschaum durch Blau und Wolkenflucht.
Wie Blüten gehn Gedanken auf, hundert an jedem Tag.
Lass blühen! Lass dem Ding den Lauf! Frag nicht nach dem Ertrag!
Es muss auch Spiel und Unschuld sein und Blumenüberfluss.
Sonst wär die Welt uns viel zu klein und Leben kein Genuss.

Barocke Klangwelten

Nach den literarischen Höhenflügen waren wiederum wdie Blockflöten an der Reihe mit ihrem Zauberklang. Sie entfalteten nicht nur frühlingshafte Leichtigkeit, sondern brillierten auch mit einer klassisch orchestralen Sonate des italienisch-englischen Barockkomponisten und Oboisten Guiseppe Sammartini (1695-1750), eines Zeitgenossen und Londoner Mitarbeiters von Georg Friedrich Händel. Mit perlenden Tonfolgen und feiner Klangmalerei zeigte das Ensemble Sopraltenba, zu welchen Spitzenleistungen es in der Lage ist. Langanhaltender Beifall belohnte die acht Blockflötistinnen für ihren Einsatz.

Mit einem schmackhaften Zviri, organisiert und präsentiert von Hugo Lampert, klang dieser liebenswürdige Nachmittag in einem gemütlichen Miteinander aus. Der nächste Anlass in der Reihe „Kultur am Nachmittag“ ist am 21. Mai, dann kommt Organistin Annedore Neufeld zu einem leutseligen „Zäme Singe“.