Musik über die Ostertage

Die Gottesdienste in der Stadtkirche Diessenhofen sind mit viel Musik ausgestaltet: im Abendgottesdienst am Gründonnerstag um 19.00 Uhr mit meditativen Klavierimprovisationen von Annedore Neufeld, an Karfreitag um 9.45 Uhr ist Jenny Joelson an der Bratsche zu hören und an Ostern um 9.45 Uhr mit Saskia Quené, Sopran. Herzlich willkommen. Wir freuen uns auf Sie.

Verkauf von Stricksachen und Selbstgebackenem

Die Frauen vom Kreativ-Treff der evangelischen Kirchgemeinde Diessenhofen verkaufen am kommenden Samstag, 27. März 2021, von 9.00 bis 14.00 Uhr vor der TKB Diessenhofen, Stricksachen und Selbstgebackenes. Der Erlös kommt LIO zugute.

Die Frauen vom Kreativtreff der evangelischen Kirchgemeinde Diessenhofen haben fleissig gestrickt. Ebenfalls haben Frauen der Kirchgemeinde gebacken und eingemacht. Sie finden bei uns Socken, Pulswärmer, Kinder-Pullover, Kuchen, Guetzli, Brot, Zopf und vieles mehr! Der Erlös kommt der Aktion Licht im Osten (LIO) zugute.

In der momentanen Situation fehlt es diesen Leuten vor allem an Essen. Mit unserer Hilfe können Kartoffeln und weitere Lebensmittel durch LIO gekauft und verteilt werden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch zwischen 9.00 und 14.00 Uhr.

Johann Sebastian Bach in Diessenhofen geehrt

Gedenkgottesdienst in der Stadtkirche

Am 21. März jährte sich zum 336. Mal der Geburtstag des legendären Leipziger Thomaskantors Johann Sebastian Bach (1685-1750). In Erinnerung an dieses prominente Geburtstagskind gestaltete die reformierte Kirchgemeinde Diessenhofen am vergangenen Sonntag einen Abendgottesdienst. Organistin Annedore Neufeld hatte mit Dorothee Mühleisen (Violine) und Saskia Quené (Sopran) zwei Mit-Musikerinnen aufgeboten, die das Bach´sche Klangideal einfühlsam und virtuos entfalteten. Sieben Sätze aus drei Sonaten für Violine und Basso Continuo (G-Dur, A-Dur, H-Moll) ertönten sowie die Arie für Sopran und Violine „Bereite dir, Jesu, noch itzo die Bahn“ aus der Kantate „Herz und Mund und Tat und Leben“. Singstimmen, Streichinstrument und Orgel verschmolzen zu einem Hörerlebnis der besonderen Art. Die melodische Vielfalt gipfelte in einem majestätischen Zusammenklang. Ein Lichtschimmer wie aus einer anderen Welt legte sich segnend überhörende Gemeinde. Die teils im Sologesang, teils im Duett dargebotenen Bach-Choräle „Jesu meine Freude“, „Allein Gott in der Höhe“ und „Befiehl du deine Wege“ wirkten wie eine musikalische Predigt des „fünften Evangelisten“, als der Johann Sebastian Bach – zusätzlich zu den vier Evangelisten der Bibel – bezeichnet wird.

Lichtschimmer aus der höheren Welt

Im Wortteil des Gottesdienstes nahm Laienpredigerin Brigitta Lampert den Blickwinkel von Anna Magdalena Bach ein, der zweiten Ehefrau des Thomaskantors. In dieser Rolle schilderte sie Einzelheiten aus Johann Sebastians Leben: „Er liebte stets eine Erzählung, über die man lachen konnte, und schätzte den Kaffee sowie ein gutes Bier und seine Pfeife voll Tabak. Er liebte all die spasshaften Gesänge, die er für die Kleinen zurechtzumachen pflegte, wenn er sie auf seinen Knien reiten liess. Es waren Gesänge mit so ansteckenden Melodien, dass bald die ganze Kinderschar sie im Haus herumbrummelte.“ So fröhlich es im Hause Bach auch zugegangen sei, äusserte Brigitta Lampert alias Anna Magdalena Bach augenzwinkernd, so habe der Thomaskantor sein Hauptaugenmerk letztlich doch auf eine höhere Ebene gerichtet. „Er sass wohl näher an diesem Quell und Ursprung als irgendein anderer sterblicher Mensch“, urteilte sie. Das verschlage uns den Atem und versetze uns in tiefe Ehrfurcht. Denn „es stimmen ja wirklich alle Heiligen mit ein in diese glorreiche und erhabene Musik. Alle, die sie hören mit offenen Herzen und Ohren, lässt sie in einem Zustande des Wunders und einer heiligen Scheu zurück, weil ihnen dabei die Geisteskraft in Sebastians Seele so überwältigend vor das Gemüte tritt.“

„Nicht Bach, sondern Meer sollte er heissen“

In seiner Predigt führte Pfarrer Gottfried Spieth aus, Bachs Musik beinhalte neben dem barocken Wohlgefühl auch eine tragische Seite, die vor allem in der Matthäuspassion zur Geltung komme. Hier habe der Thomaskantor es geschafft, die Abgründe menschlichen Daseins in einem markanten tonmalerischen Ausdruck abzubilden, der Signale der Hoffnung aussende. Diese melancholisch schöne Musik begleite uns in der Passionszeit, in der wir mit Jesus unterwegs seien zum Hügel Golgatha. Dieser Kreuzweg verlaufe zwar auf krummen Linien, immer wieder unterbrochen durch schräge Klänge und abstürzende Melodien. „Aber unter dem Kreuz angekommen, geht es aufwärts. Wir erfahren innere Heilung und gelangen zu jener sanften Ruhe, die der Schlusschoral der Matthäuspassion verheisst.“ In ein Zitat von Ludwig van Beethoven über seinen Musikerkollegen Johann Sebastian Bach mündete dieser eindrucksvolle Diessenhofer Abendgottesdienst aus: „Nicht Bach, sondern Meer sollte er heissen wegen seines unendlichen, unerschöpflichen Reichtums an Tonkombinationen und Harmonien.“

Jugendgottesdienst – Stark wie Lydia

Die Kraft der Umkehr: vom Glauben zum Leben

Am vergangenen Dienstag erlebte die Diessenhofer Stadtkirche einen abendlichen Höhepunkt: Die Nachricht von Jesus Christus wurde mit voller Präsenz vor Augen geführt. Dies geschah in zwei Jugendgottesdiensten für die 5. bis 7. sowie für die 8. und 9. Klasse. Zur prächtigen Stimmung trug die Band bei, die unter Leitung von Dan Schmid schwungvolle Klänge erschallen liess. Einzelne professionelle Sängerinnen traten solistisch auf. Bassgitarrist Daniel Peyer und Roger Benz, Jugendbeauftragter im Vorstand der Kirchgemeinde Schlatt, schilderten den Nutzen des Glaubens: Der sei so praktisch, dass ihn jeder testen könne. Es gebe nichts Grösseres und Besseres. Dieser Glaube sei jederzeit verfügbar und überall anwendbar im tagtäglichen Dasein.

Farbenfrohes Schülertheater

Ein Schülertheater in herrlich bunten Kostümen zeigte die Apostel Paulus und Silas: Wie sie Lydia, eine aus dem Morgenland stammende und in Griechenland reich gewordene Purpurhändlerin, zur Taufe bewegen. Eindrucksvoll wurde Lydias Schlüsselerlebnis dargestellt: Wie Paulus sie am Ufer eines Flusses über die unwahrscheinlichen Chancen informiert, die Christsein mit sich bringt.

Auch der Gefängnischef der nordgriechischen Stadt Philippi spielte eine Rolle im Schauspiel der Schüler: Gerade noch wegen Verletzung seiner beruflichen Wächterpflicht dem Selbstmord nahe, leuchtet ihm jetzt ein helles Licht, und heilsames Wasser fliesst. Seine überraschende Taufe folgt auf eine Nacht voller Erschütterungen und geborstener Gefängnismauern. Die Apostel, zu Unrecht gefangen gesetzt, hatten ein mitternächtliches Lobgebet an Gott gerichtet – wodurch dieses Wunder ausgelöst wurde.

Längsbalken des Kreuzes

Im Mittelpunkt der Predigt von Religionslehrerin Karin Schmid stand – passend zur Passionszeit – das Kreuz. Das Dekorationsteam hatte zwischen den Säulen des Kirchenschiffs eine Girlande aus Dutzenden von Wimpeln mit aufgemalten Kreuzen ausgespannt. Frau Schmid betonte unsere Längsverbindung nach oben, symbolisiert durch den senkrechten Kreuzesbalken: „Hierdurch wird Gott als Freund und Helfer der Menschen sichtbar. Diese Botschaft hat Paulus als erster in Europa verbreitet. Modebewusste Frauen wie Lydia und praktisch veranlagte Männer wie der Sicherheitsbeamte aus Philippi sind zur Überzeugung gelangt, dass die Taufe zu einem neuen Anfang verhilft.“

Bei uns sei die Kindertaufe üblich, die durch die Konfirmation bekräftigt wird. Frau Schmid verglich dies mit einem Reinigungs­bad, bei dem ein tiefschwarz verschmutztes T-Shirt schneeweiss gewaschen wird: „Lydia wollte mit ihrer Taufe dieses Zeichen setzen: Ja, ich glaube, dass Jesus mich rettet von meinen Fehlern und mir ein ewiges Leben bei Gott schenkt. Wer diesen Glauben annimmt, gehört zur Familie von Gott. Der ist ein Kind Gottes und darf eine ewige Verbindung mit Gott haben. Dies kann jeder und jede von uns am heutigen Abend durch ein Gebet erfahren.“

Querbalken des Kreuzes

Das Kreuz hat auch einen Querbalken, wie die Religionspädagogin weiter ausführte: „Der Glaube an Jesus ist eine Beziehung in den Himmel, aber auch eine Bezie­hung zu unseren Mitmenschen.“ Die waagerechte Richtung werde verwirklicht in Energien, die der Glaube freisetzt zur Verstärkung der jungen Gemeinschaft. Dadurch fliesse ein vielfältiger Segensstrom in das Gesamtleben der drei Kirchgemeinden Diessen­hofen, Basadingen-Schlattingen-Willisdorf und Schlatt.

Was sich in beiden Jugendgottesdiensten ereignete, war Religion zum Anfassen und Glaube zum Leben. In froher Atmo­sphäre verliessen die Schülerinnen und Schüler am Dienstagabend die Stadtkirche. Sie nahmen zielführende Impulse mit nach Hause und in die kommenden Wochen.

 

Vorweihnachtliche Jugendstimmung in Diessenhofen

von Pfarrer Gottfried Spieth

Das Städtli erlebte am Dienstagabend gleich zwei Jugend­gottes­dienste. Zunächst gross geplant, wurden sie unter Corona-Bedingungen in viel bescheidenerem Umfang verwirklicht. Dennoch zogen sie eine ganze Reihe von Interessenten an. 50 Personen waren für jede der beiden Veranstaltungen um 19.oo (5. bis 7. Klasse) und 20.oo (8. und 9. Klasse) zugelassen. Die jungen Besucher kamen aus den Kirchgemeinden Diessenhofen, Schlatt und Basadingen-Schlattingen-Willisdorf in die Stadtkirche.

Drei kluge Köpfe

Auf dem Vorplatz waren – wie im Vorjahr – ein lebendiges Kamel zum Aufsitzen sowie echte Esel und Schafe in einem aufgebauten Holzstall vorgesehen. Diese Attraktion muss auf die Adventszeit 2021 verschoben werden, kündigten die beiden Moderatoren an, die sachkundig durchs abendliche Programm führten.

Thematisch ging es um drei kluge Männer von fürstlichem Rang, die – wie Dan Schmid, der Leiter der Band, ausführte – aus dem Zweistromland kamen und 1200 km auf einem mühseligen Karawanenzug zurücklegten. „Sie wollten in Bethlehem den neugeborenen König des Friedens besuchen“, so Dan. „Sie liessen es sich ordentlich etwas kosten, dieses Anliegen zu verwirklichen, denn sie wussten: Darauf kommt es an – und auf nichts anderes.“

Vorrang des Friedens

Schauspieler aus der 7. bis 9. Klasse führten humorvoll die Geschichte der lobpreisenden Engel, Hirten auf dem Felde und Weisen aus dem Morgenland vor Augen, umrahmt von Lichtern, Sternen und Kerzen, vom Dekorationsteam geschmackvoll im Kirchenraum ausgebreitet. Im Mittelpunkt des Theaters stand die Kernbotschaft des Engels: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“

Mit viel Schwung trugen zwei Solistinnen altvertraute wie zeitgemässe Weisen vor, darunter „Engel bringen frohe Kunde“ und „O du fröhliche“. Schlagzeug, Bassgitarre, Klavier und E-Gitarre lieferten die passende Begleitung. Die Mischung aus verschiedenen Stilrichtungen traf gefühlsmässig die vorweihnachtliche Erwartung der jungen Gemeinde. Ein fröhlicher, rhythmisch bewegter Akzent wurde gesetzt. Der Abend verlief in einer angenehmen Leichtigkeit des Daseins und formte einen Kontrast zu der verhaltenen Stimmung, die sonst derzeit herrscht.

Prediger des Abends war Dan Schmid in Vertretung seiner Frau, der erkrankten Religionslehrerin Karin Schmid. Ohne viel Umschweife kam er auf Christus zu sprechen. Er redete die jungen Leute persönlich an und trat in einen Dialog mit ihnen ein. Er bot ihnen jenen Frieden an, der von Jesus stammt. „Gerade dann, wenn wir meinen, cool und lässig daher zu kommen, geraten wir aus dem Gleichgewicht. Unsere Lebensängste schreien förmlich nach der Person, die das Chaos in Frieden wandeln kann.“

Ruhe im Sturm

Schmid forderte die Zuhörer heraus, nachzuden­ken über ihre Lage: „Wollt ihr Ordnung oder Chaos, Frieden oder Streit? Hast du diesen Gegensatz erlebt, oder ist dir das alles gleichgültig?“ fragte er. Als Beispiel für Chaos erwähnte er Hurricans, die in den USA oft eine Schneise der Verwüstung anrichten und Autos und Hausdächer in die Luft schleudern. Über den Wolken aber sehe das „Auge des Sturms“ fast friedlich aus. Dieser Blickwechsel sei enorm wichtig, betonte der Redner. Er bat die Hörer, sich gedanklich in die obere Position zu versetzen: „Dann kannst du die Dinge ruhiger angehen.“

Unsere seltsame Zeit voll ungewohnter Einschränkungen sei erfüllt von Sehnsucht nach Frieden, der aber erkämpft sein will, betonte Schmid unter Berufung auf einen Mann, der noch stärkere Krisen besiegen musste als wir, um Frieden zu erringen. „Das war König David, der tausend Jahre vor Jesus lebte. Er kämpfte mit Löwen und Bären und dem Riesen Goliath. Im Namen Gottes erzielte er Frieden und Gerechtigkeit.“ Zum Schluss bat Dan Schmid seine jungen Hörer, mit ihm das Friedensgebet des Franz von Assisi zu beten: „Herr, mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens …“

Jael Mascherin, Präsidentin der reformierten Kirchgemeinde Diessenhofen, organisierte sodann den geordneten Auszug aus der Kirche. Beschenkt mit einem kleinen Präsent, verliessen die Schüler klassenweise den Kirchenraum. Sie hielten sich nicht auf dem Vorhof auf, sondern gingen ruhig nach Hause. Vertraute Lieder, Bibelworte und Bilder prägten diesen Abend, achtsam dargeboten in Einstimmung auf eine schwierige und doch mach­bare Zeit, die vor uns liegt. Mit dem gemeinschaftlichen Gefühl des Vertrauens darauf, dass Jesus mit seinem Frieden mitten unter uns ist, endeten diese beiden denkwürdigen Jugendgottesdienste.

Chileblatt Dezember 2020

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Chileblatt November 2020

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Lesen Sie in der Oktober-Ausgabe…

  • Ansprache Pfarrer Gottfried Spieth
  • Neue Massnahmen zur Corona-Pandemie
  • Gottesdienste, Termine & Aktivitäten
  • 150 Jahre Landeskirche – Glaubenskurs
  • Weihnachtsspiel
  • Korrekturen
  • Gratulationen
  • Freud und Leid in der Gemeinde
  • Der Kreativtreff sagt Danke
  • Losungen & Kalender
  • Kultur am Nachmittag
  • Konfirmation 2020
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Konfirmation 2020 – Startschuss für eine neue Lebensphase

Mit ihrer Konfirmation in der Stadtkirche erlebten vier junge Diessenhofer den Start in einen neuen, anspruchsvollen Lebensabschnitt. Der Ersatztermin am letzten Septembersonntag war nötig geworden, weil die Anfang Juni geplante Feier coronabedingt ausfallen musste. Umso herzlicher begrüsste nun Jael Mascherin, Präsidentin der Kirchgemeinde, die jungen Freundinnen und Freunde: Mit der Konfirmation komme der Weg, der in der Taufe angefangen und im Religionsunterricht seine Fortsetzung gefunden habe, an sein Ziel. Wie Frau Mascherin weiter ausführte, markiert dieses Fest zugleich den Einstieg und Übergang in das Leben als Erwachsene, verbunden mit der vollwertigen Mitgliedschaft in der reformierten Kirchgemeinde.

Taufsprüche

Pfarrer Gottfried Spieth zog in seiner Predigt ebenfalls eine Linie von der Konfirmation zurück zur Taufe. Der damalige Tauftag sei ein besonderer, ja heiliger Tag gewesen, herausgehoben aus der Masse der sonstigen Tage und Jahre. Dem aussergewöhnlichen Anspruch der Taufe trage der sinnstiftende Taufspruch Rechnung. Pfarrer Spieth rief die Themen jener vier Verse in Erinnerung, die die Eltern vor rund 15 Jahren für ihre Sprösslinge ausgesucht hatten: Gotteskraft und Engelschutz auf dem Weg in eine neue Zeit (Psalm 91,11 und 121,8), Klarheit der Augen und heile Erscheinung der Person (Matthäus 6,22), „himmelweite“ Güte und „wolkenweite“ Wahrheit (Psalm 36,6).

Konfirmandenverse

Die inhaltliche Linie der Taufverse hat sich laut Pfarrer Spieth weiterentwickelt in den Konfirmandensprüchen. Diese hatten die jungen Leute im Vorfeld selber ausgesucht. Sie erläuterten sie nun mit Hilfe von Bildbetrachtungen. Dabei ging es um Ängste und ihre Überwindung (Römer 12,21). Sodann um Mauern, die mit Gottes Hilfe übersprungen werden können (Psalm 18,30). Und schliesslich ging es um eine grenzenlose Liebe. Sie helfe uns, allfällige Schwächen und Zweifel zu überwinden durch ein gemeinsames Handeln (1. Korinther 16,14 und 2. Timotheus 1,7).

Die vier jungen Menschen kommentierten ihre Konfirmandenverse folgendermassen: „In meinen Augen ist wie das Universum auch die Liebe und Gott endlos,“ führte Leonie Lüders aus. Gott bestrahle uns mit seiner Liebe „genauso wie die Sonne den Mond mit Licht bestrahlt, an hellen wie auch an dunklen Tagen.“ Alessia Brütsch legte besonderen Wert auf die Gemeinschaft in Familie und Freundeskreis, mit deren Hilfe man praktisch „alles erreichen“ könne. Natürlich sei auch jeder einzelne gefragt: „Wenn ich meine Stärken nutze und nicht wegen meinen Schwächen zweifle, wird mir alles viel leichter fallen,“ betonte sie. Manuel Rütimann verstärkte diesen Gedanken auf mutmachende und motivierende Weise. Er forderte dazu auf, „dass man nicht vor seinen Ängsten wegrennen, sondern sie überwinden soll, auch wenn es schwierig ist.“ Timo Reutimann ging näher auf diese Hindernisse ein, die urplötzlich auftauchen. Er gab den Rat: „Die Mauer kann noch so hoch sein, aber Gott bringt mich meistens rüber.“ Das gelte auch dann, wenn die Mauer Löcher hat. Dann könne man sich „gleich noch kurz durchschleichen“ oder „Abkürzungen nehmen“, um das Ziel schneller zu erreichen.

Festklänge und Glaubensbeziehung

Die Jugendband unter Leitung von Dan Schmid eroberte die Herzen wie im Flug. Die warm und einfühlsam vorgetragenen Lieder schilderten die Glaubensbeziehung zu Jesus als das natürlichste von der Welt. Die Liedtexte mit ihrer tiefreligiösen Ausstrahlung regten zu einem verinnerlichten Nachdenken an. Die Stadtmusik unter Leitung von Pavel Marcinak hingegen begeisterte mit schmissiger Marschmusik, beschwingten Rhythmen und flotten Melodien. Organistin Annedore steuerte festliche Orgelklänge und eine feinfühlige Klavierbegleitung bei. Damit hob sie den klassischen Charakter des Tages hervor. Messmer Andreas Birrer leistete eine ausgezeichnete Organisationsarbeit bei der Vorbereitung und Durchführung. Und die Konfirmanden richteten abschliessend an ihre Eltern, Paten und Grosseltern einen herzlichen Dank für die treue Wegbegleitung.

Im Anschluss an den Gottesdienst verblieb die Festgemeinde im Kirchenschiff. Weil es im Freien recht kalt war, wurden der auf dem Kirchhof geplante Apero sowie das Platzkonzert der Stadtmusik in das Innere verlegt. Hier klangen die Töne noch brillanter und der Apéro schmeckte womöglich noch besser als sonst. In gelöster Stimmung klang die Konfirmationsfeier in der Stadtkirche aus.

Chileblatt Oktober 2020

Das neue Chileblatt ist da.

Lesen Sie in der Oktober-Ausgabe…

  • Ansprache Pfarrer Gottfried Spieth
  • Mithelfer*innen gesucht
  • Gottesdienste, Termine & Aktivitäten
  • Gratulationen
  • Freud und Leid in der Gemeinde
  • Weihnachtsspiel 2020
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Kreativ-Treff Verkaufsstand

Der Kreativ-Treff der Evangelischen Kirchegemeinde Diessenhofen wird am Samstag, 19. September 2020, von 9.oo-14.oo Uhr seine Strickwaren an einem Stand vor der Thurgauer Kantonalbank verkaufen. Der Erlös geht an „LIO – Licht im Osten“ (Weihnachtspäckli).

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