Aktion Weihnachtspäckli 2019

294 Päckli für die Organisation Licht im Osten

Ein Ökumenisches Projekt, getragen von vielen motivierten Frauen der beiden Landeskirchen in Diessenhofen.

LIO und die 4. Klässler

Der Mittwochnachmittag nach den Herbstferien ist für die Weihnachtspäckli Aktion bestimmt. An diesem Nachmittag den 23. Oktober 2019, packte die 4.Klasse der evangelischen und katholischen Religionskinder, Weihnachtspäckli für Kinder in Osteuropa. Nach einer kurzen, aber informativen Einleitung durch die beiden Religionslehrerinnen, warum wir Päckli packen und wohin sie gehen, haben die Kinder Stolze 108 Päckli mit viel Eifer und Freude zusammengestellt und mit schönem Weihnachtspapier verpackt.

LIO beim Coop

Am 2. November 2019 standen wir mit vielen freiwilligen Helfer/innen von gross bis klein, mit unserem Stand für die Aktion Weihnachtspäckli vor dem Coop in Diessenhofen. Wir dürfen auf einen ereignisreichen Tag zurückblicken, an dem wir nochmals viele Päckli packen durften. Es war wie jedes Jahr eine grosse Freude gleich vor Ort, alles einzupacken oder sogar schon fertige Päckli entgegen zu nehmen.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern für all die Lebensmittel, Kleider, Plüschtiere, Barspenden und Toilettenartikel, die wir bekommen haben. Auch möchten wir uns sehr herzlich beim Team-Coop bedanken. Sie haben dafür gesorgt, dass wir genug Material wie Mehl, Zucker, Reis, Zahnpasta und Zahnbürsten etc. hatten. Es ist wirklich schön, wenn man so grossartig unterstützt wird. So durften wir an diesem Samstag mit den Standfrauen und Kindern nochmals 186 Päckli einpacken.  Über all diese Päckli freuen sich Kinder und Erwachsene in Albanien, Bulgarien, Moldawien, Rumänien, Serbien, Weissrussland und in der Ukraine. Dank den lokalen Partnern gelangen die Päckli dorthin wo die Not am grössten ist. Natürlich gilt auch ein grosses Dankeschön all den Frauen, die jedes Jahr mithelfen und uns beim Stand und am Mittwochnachmittag mit den Religionskindern unterstützen. Und nicht zuletzt unserem Transportteam der Firma Schöchli AG, das all die Päckli nach Frauenfeld in die Sammelstelle gebracht hat.

Bericht von JM © 2019

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Teamplayer – Jugend-Gottesdienst im September 2019

Gemeinschaft

«Teamplayer» lautete das Motto des ersten Diessenhofer Jugendgottesdienstes im Schuljahr 2019-2020. Am vergangenen Dienstag fand er statt als gemeinschaftliche Leistung der refor­mierten Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 7 bis 9. Vier Moderatorinnen und Moderatoren sorgten mit humorvollen Anmerkungen für eine gelöste und lockere Stimmung. Einleitend umschrieben sie das Thema folgendermassen: «Was wir tun, geht leichter von der Hand, wenn wir es zusammen tun.» Was folgte, war eine unterhaltsame Abend­veranstal­tung in der Stadtkirche mit Spiel und Spannung, Gesang und Instrumenten, Kulissen und Bildern, Ton- und Licht­technik, Predigt und Gebeten sowie einem reichhaltigen Apéro im Gemeindehaus. Die Arbeitsgruppen und die Band hatten in den Wochen zuvor einen enormen Einsatz erbracht. Alles wurde aufeinander abgestimmt, so dass ein Zahnrad in das andere griff. Das Ganze lief ab wie ein Uhrwerk. Und was war das Ergebnis? Eine wunderbare Gemein­schafts­arbeit und ein ebenso schönes Gemein­schafts­erlebnis für die jungen Leute und ihre Freunde, Geschwister, Eltern und Grosseltern! Begeistert nahmen auch die Klassen 5 und 6 teil. Zahlreiche Schüler aus den Nachbargemeinden Basadingen, Schlattingen und Willisdorf waren ebenfalls mit von der Partie.

Eine zündende Idee

Das Theaterstück des Abends handelte von einem gelähmten Mann und seinen vier findigen Helfern. Entsprechend der biblischen Vorlage von Markus­ 2,1-12 wurde das Zusammenwirken der Freunde einfühlsam und stimmig in Szene gesetzt: Wie sie den Kranken besuchen und beraten, was zu tun ist. Wie sie hören, dass der Wundertäter Jesus in der Stadt ist, und den Entschluss fassen, den Kameraden zu ihm zu bringen – obwohl überhaupt kein Durchkommen ist. Wie sie auf eine glänzende Idee kommen und das Dach besteigen – dort, wo der Meister predigt. Wie sie ein Loch durch die Decke graben und den Freund an vier Seilen hinablassen in den überfüllten Saal. Als der Behinderte direkt vor ihm zu liegen kommt, ist Jesus gerührt und erfreut. Er lobt das Vertrauen der handelnden Personen. Spontan vergibt er dem Gelähmten seine Sünden und heilt ihn. Jubelnd und tanzend springt der Mann ins Freie.

Gemeinsam ist der Glaube stark

Lang anhaltender Beifall belohnte die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler für ihre Leistung. Die Eindrücke des Theaters vertiefte Religions­lehrerin Karin Schmid sodann in ihrer Predigt. Sie schilderte Lebenslagen, in denen wir meinen, es alleine besser zu schaffen als zusammen, und uns dabei nur im Wege stehen. Oder dass wir uns gegenseitig ein Bein stellen, weil einer dem anderen seinen Erfolg nicht gönnt. Das seien die Irrwege des modernen Egoismus, erklärte sie und rief dazu auf: «Machen wir es anders, machen wir es zusammen, und haben wir ein Herz füreinander! Gemeinsam geht es besser, dann sitzt jeder Handgriff, wie wir in diesem Gottesdienst sehen. Und am meisten hilft uns dabei Jesus Christus», fuhr sie fort. Er pflege ein aussergewöhnlich gutes Verhältnis zu seinem Vater im Himmel. Und er sei der beste Gemeinschaftsmensch, den man sich vorstellen kann. Seine zwölf Jünger habe er hervorragend angeleitet und zu einer fest verschworenen Mannschaft vereint. Wie bei ihnen, so sei Jesus auch in unserer Mitte gegenwärtig als gewinnende, überzeugende Persönlichkeit. «Er macht unsere Familien, Klassen, Vereine, Gruppen und Kreise erst so richtig lebendig und kraftvoll. Von Jesus geführt, behandeln wir uns fair, obwohl jeder einen anderen Charakter hat. Vertrauen wir diesem Herrn», bat sie, «und unser Miteinander wird zu einer dauerhaft guten Erfahrung.» Mit Liedern zur Ehre Gottes und einem Segensgruss klang der Gottesdienst aus. Die knapp 100 jungen und älteren Besucher werden dieses Gemeinschaftserlebnis noch lange in Erinnerung behalten.

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Kirchgemeindeausflug 2019

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Bei angenehmen Reisewetter fuhren 28 Gemeindemitglieder froh gelaunt um 7.30 Uhr in Diessenhofen los. Erst einmal gings durch den schönen Klettgau. Neunkirch, Trasadingen, Waldshut, Laufenburg, und Rheinfelden. Viele Orte sind uns wohl bekannt. In Stein im Aargau waren wir zu Gast in einem Gottesdienst. Dieser fand in einem hübschen Kirchlein statt.

Die Worte: „Jesus spricht: Ich war ein Fremder und ihr habt mich aufgenommen“, zierte eine Wand. Wie wahr! Wir wurden alle aufs herzlichste von der dortigen evangelischen Gemeinde empfangen. Pfarrerin Beate Jaeschke eröffnete dann auch humorvoll den Gottesdienst mit einer symbolischen Flaschenpost deren Inhalt die Worte der telefonischen Anmeldung der Präsidentin Brigitta Lampert wiedergaben. Eine Flaschenpost deshalb, weil uns der Rhein verbindet. In einem Interview zwischen Pfrn. Jaeschke und unserem Pfr. Gottfried Spieth lernte die Steiner Kirchgemeinde auch unser Städtchen Diessenhofen etwas näher kennen. Nicht nur der Rhein verbindet uns, nein auch beide Gemeinden verfügen über eine schöne alte Holzbrücke.

Nach einem ausgiebigen Kirchenkaffee ging die Fahrt weiter über Lörrach, Kandern nach Hertlingen zum Mittagessen im Landhaus Ettenbühl. Anschliessend lud uns der grosse eindrückliche englische Park zu einem Spaziergang ein. Um 15.30 Uhr fuhren wir weiter auf einer romantischen Wegstrecke, immer in sicherer Hand von unserem Chauffeur Thuri Ruh, durch das schöne Wiesental, bei St. Blasien vorbei, wo uns auch noch ein Vesperhalt in Häusern erwartete.

Über Bonndorf und Schleitheim kamen wir wieder in heimatliche Gefilde und wohlbehalten in Diessenhofen an.

Ganz herzlichen Dank für den erlebnisreichen Tag, den Organisatoren Brigitta und Hugo Lampert

(c) 2019 Lilo Kottmann

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Gottesdienst zum Schulbeginn

Am vergangenen Sonntag erlebten die neu eingeschulten evangelischen Kinder einen Gottesdienst der besonderen Art in der Diessenhofer Stadtkirche. Mit festlicher Orgelmusik, vorgetragen von Annedore Neufeld, wurden sie mit ihren Geschwistern, Eltern und Grosseltern willkommen geheissen, ebenso ihre Schulkameradinnen und -kameraden aus den Klassen 2 bis 4. Die ganze Gemeinde war erwartungsfroh gestimmt.

Unter Leitung von Religionslehrerin Karin Schmid trugen die Schüler Lieder vor, die von ganzem Herzen kamen und von den Zuhörern mit kräftigem Beifall bedacht wurden. Sodann gaben die Viertklässler den Erstklässlern ihre guten Wünsche, die sie auf Plakaten aufgeschrieben hatten, mit auf den Weg. Dann ging es weiter zum inhaltlichen Teil. Frau Schmid erzählte die biblische Geschichte des blinden Bartimäus, der so lange keine Ruhe findet, bis er endlich den Kontakt zum zufällig vorbeikommenden Jesus von Nazareth hergestellt hat. „In höchster Anspannung und mit immer lauteren Rufen kämpft Bartimäus um die Aufmerksamkeit von Jesus, ohne sich von den umstehenden Leuten und ihrem Geschwätz beirren zu lassen“, führte sie aus. „Sein kraftvoller Einsatz hat sich gelohnt, denn er wurde geheilt und konnte wieder sehen. Er liess alles liegen und stehen und folgte Jesus voller Freude nach.“

Auf die ehrenvolle Anrede „Du Sohn Davids“ wies Pfarrer Gottfried Spieth in seiner Predigt hin. Mit dieser Formulierung bringe Bartimäus seine tiefe Wertschätzung gegenüber Jesus zum Ausdruck. „Und von derselben Ehrfurcht vor Gott und Jesus sollten wir alle uns in unseren lauten und leisen Gebeten leiten lassen,“ betonte er.

Anschliessend wurde jede Schulanfängerin und jeder Schulanfänger namentlich gesegnet und bekam eine Schultüte überreicht. Zum Abschluss des Gottesdienstes wurden alle anwesenden Kinder nach vorn gerufen und gesegnet. Unter Orgelklängen und begleitet von einem Blitzlichtgewitter zog die fröhliche Schülerschar feierlich aus der Kirche, und draussen auf dem Hof tat sie sich zusammen mit der Gemeinde beim liebevoll bereitgestellten Apero gütlich. Dieser segensreiche Sonntag wird für die ABC-Schützen und ihre Familien in nachhaltiger Erinnerung bleiben.

(Text: Pfarrer Gottfried Spieth)

 

Info für neuen Kirchgemeindeboten

Info für neuen Kirchgemeindeboten

Im August 2004 veröffentlichte der damalige Gemeindepfarrer Dietrich Henn folgendes Eingangswort in unserem Kirchgemeinde-Bote:

„Hoffentlich gut erholt von einem ereignisreichen ersten Halbjahr, gehen wir nach diesen Sommerferien mit „Schwung und guter Laune“ zurück an unsere Arbeit, in den Alltag der Schule, in das Kirchgemeindeleben. Aber auch Neues wartet auf uns! Der nun hier vorliegende erste „Kirchgemeinde-Bote“ möchte die Kirchgemeinde- und Stadtbürger Diessenhofens über das evangelische Kirchgemeindeleben fortan informieren….“

Also genau seit 15 Jahren werden vierteljährlich unsere gemeindeeigenen Informationen in der Form dieses kleinen Heftchens herausgegeben. Es waren ereignisreiche Jahre mit interessanten Dokumentationen. Rückblicke, Hinweise auf Veranstaltungen, mit Rätseln für Kinder und Erwachsene und anderem mehr. Die Kirchenvorsteherschaft weist nun im Jahr 2019 in einer ersten Information darauf hin, dass der Kirchgemeinde-Bote in dieser vorliegenden Ausgabe und mit dieser Auflage finanziell nicht mehr tragbar ist. Dass wir dieses Heft als Streusendung an alle Haushaltungen im Städtli herausgaben, statt adressiert, hatte den Grund, dass es uns günstiger kam. Dies jedoch kam nicht bei allen gut an und ausserdem ist die grosse Auflage trotzdem recht kostenintensiv. Die Einen lesen es gerne, bei vielen aber landet es umgehend im Altpapier.

Wir stellten uns die Frage: Was tun um uns finanziell zu entlasten? Wie gelangen aktuelle Informationen an diejenigen, die es auch wirklich schätzen?

Unser Versuchsprojekt würde folgendermassen lauten:

Monatlich erstellen wir ein Info-Blatt.

  • Grösse: Ein Blatt A4 im Broschürendruck mit Veranstaltungsüberblick für einen Monat.
  • Datum der Herausgabe: Mitte des Vormonates.
  • Bezugsorte: Stadtkirche und Kirchgemeindehaus. Selbstbedienung!
  • Auf Wunsch: Zusendung an gewünschte Adresse.

Lassen Sie es uns wissen, wie Sie über diese Änderung betreffend Kirchgemeinde-Bote denken.

Geplant wäre diese Änderung auf Anfang Jahr 2020.

Geben Sie uns Ihre Meinung bitte nur schriftlich bekannt an: Evangelische Kirchgemeinde, Sekretariat, Kirchgasse 1, 8253 Diessenhofen

Herzlichen Dank

Ihre Kirchenvorsteherschaft

Fräulein Elise Huber: Das textile Glück in den Händen

Dies Bildnis ist bezaubernd schön, wie noch kein Auge je gesehn

Arie des Papageno aus der „Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart


Der 19. Mai war ein denkwürdiger Tag. Die Ausstel­lung „Fräulein Elise Huber: Das textile Glück in den Händen“ wurde eröffnet. Handarbeiten von un­wahr­scheinlicher Fein­heit, Klarheit und Schönheit waren in der ehema­ligen Tigerfinklifabrik zu bestaunen. So auch das Kunststickbild „Der Paradies­vogel“, das normaler­weise in der Sakristei der Stadt­kirche hängt. Für dieses Werk errang Fräulein Huber auf der Schwei­ze­ri­schen Landesaus­stellung in Bern 1914 einen zweiten Preis. Auch auf der Landi 1939 in Zürich war sie vertreten, diesmal mit dem Diessenhofer Wappen, das sie im Auftrag der Stadt gestickt hatte.

Was ist das Geheimnis dieser Handarbeitslehrerin und -inspektorin, die von 1892 bis 1972 in unserer Mitte lebte? Warum entwickelt sie noch ein halbes Jahrhundert nach ihrem Tod eine sol­che Aus­strah­lung? Den Garnen und Stoffen gab sie eine ge­prägte Form, die sich lebendig ent­wickelt. Das ist kein totes Gewebe. Aus tausend Fäden wurden Stickbilder, die fest, schön und beständig sind. Sie fügen sich in das Ge­samt­bild dessen ein, was unser Städtli ausmacht und liebenswert macht.

Wir selber haben auch Bilder, und zwar tief drinnen in unseren Herzen verborgen. Und nun ist Fräulein Huber im Anmarsch. Sie knüp­ft an das, was in uns ist, an. Verblasste Bilder aus Urtiefen unseres Bewusst­­seins zieht sie hervor und gestaltet sie mit ihrer Handwerkskunst ganz frisch. Alte und doch ewig junge Bilder setzen sich nun fest in unserem Hirn. Wie etwa dieser Paradiesvogel.

Der Paradiesvogel von Elise Huber

Stecken in ihm nicht eigene Ahnungen, aus der Ver­schwiegen­heit hervor­geholt und von Fräulein Huber in Gestalt und Form gebracht? Dieser Vogel bekräftigt die Würde aller Geschöp­fe, die den lebendigen Atem Gottes in sich tragen. Wie fein genau und gut ist er dargestellt! Wie schwungvoll ist seine Bewegung von unten nach oben! Was für reine, natürliche Farben hat er – wie aus einer anderen Welt. Wie aus dem Paradies. Dies Bildnis ist bezaubernd schön …

Um dieser höheren Ziele willen konnte Fräulein Huber unerbittlich sein. Ihr Unterricht war darauf ausgerichtet, den Charakter zu formen. Durch die Anleitung zum strengen, genauen, konzentrierten Arbeiten eröffnete sie ihren Schülerinnen weite Horizonte. Auch unseren Blick hat sie vertieft und erweitert. Eben das tat sie an diesem 19. Mai.

Es war ein heller, freundlicher Sonntagnachmittag. Etwa hundert Menschen waren zugegen. Eine fast religiöse Stimmung beseelte uns. In der Tiger­finklifabrik und hernach in der Stadtkirche emp­fand ich unser Zusam­men­sein als innere Reini­gung und seelische Erhebung. Die Stoffe, Formen und Farben in der Ausstellung, die Worte und Lieder im Gottes­dienst – sie erschlossen uns eine glückliche Vergangenheit, die nicht vergehen will. Diese Erinnerung ist zugleich die Brücke zur Zukunft, in der uns eine neue Tatkraft beflügelt. Dieser Sonntag im Mai wird seinen un­an­ge­foch­tenen Platz in der Fest­kultur unseres Städtli behalten. Dieser Tag hat unseren Gemeinschafts­geist in schönster Weise beflügelt. Die Eindrücke dieses Tages begleiten uns in helle und klare Sommermonate!

In diesem Sinne grüsst Sie herzlich

Ihr Gottfried Spieth

Mitarbeiterabend

  Mit einem erlebnisreichen und unterhaltsamen Abend bedankte sich die evangelische Kirchgemeinde bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Krippenmuseum in Stein am Rhein. Über 600 Krippen aus 80 Ländern konnten unter kundiger Führung bestaunt und bewundert werden.

Jede Krippendarstellung ist ein Unikat und zeugt von grosser Handwerkskunst im Ausdruck der jeweiligen Herkunft.

Dieser Besuch im Krippenmuseum nach Ostern war ganz speziell und verband das Kommen von Gott zu uns Menschen und in unser Leben hinein mit der Verheissung der Auferstehung und das ewige Leben.

Konzert bei Musik am Rhein

Herzliche Einladung zum nächsten Konzert bei Musik am Rhein am 24. Mai um 19.30 Uhr in der Stadtkirche Diessenhofen.

Alljährlich kommen die drei Musiker Simon Wenger (Violine), David Lüthy (Violoncello) und Roman Digion (Klavier) zusammen, um ein packendes Konzertprogramm zu gestalten.

Eröffnet wird das Konzert mit dem originellen und spritzigen Klaviertrio in Es-Dur Hob XV:29 von Joseph Haydn. Als nächstes folgt das erste Klaviertrio von Dmitri Schostakowitsch, welches dieser als 17-jähriger komponierte und eine erstaunliche emotionale Tiefe und kompositorische Reife offenbart. Zum Schluss präsentieren die drei ein Meisterwerk von Franz Schubert: Das monumentale B-Dur-Klaviertrio ist eine Ode an die Herrlichkeit der Natur und sprüht vor Lebensfreude.

Eintritt frei – Kollekte

Herzliche willkommen!

Der Osterhase in der Kirche – Jugend-Gottesdienst vom 2.4.2019

Was macht der Osterhase in der Kirche?

Diese Frage wurde am vergangenen Dienstag­abend im Diessenhofer Jugend­gottes­dienst gestellt, passend zu den kommenden Festtagen. Und wirklich: Eine richtiggehende Oster­stimmung kam auf, als die Band und die anderen Mitwirkenden schwungvoll loslegten. Selbstbewusst und dankbar für ihr Können lobten sie Gott mit dem Eingangslied: „Neue Zeiten brechen an, neue Hoff­nung für die Welt durch uns. Wir vertrauen auf deinen Plan, geben niemals auf, das Beste fest im Blick. Wir sind geboren für diese Zeit. Wir schreiben die Geschichte. Wir erheben unsere Stimme für dich. Und wenn du die Welt auf den Kopf stellst, die Nacht zum Tag erhellst – lass uns Teil sein von deinem Plan. Lass uns sehen, was du versprichst!“

Diesmal waren es Jugendliche aus Basadingen, Schlattingen und Willisdorf, die die Ver­an­stal­tung detailliert vorbereiteten und voll Begeisterung durchführten. Bereits im Vorfeld hatten die Schülerinnen und Schüler der 7. bis 9. Klasse die Stadtkirche auf­re­gend aus­ge­schmückt. Alsdann führten die Mo­de­ratoren das Publikum zielsicher dem ersten Höhepunkt entgegen: Ein packendes Oster­theater wurde gespielt vor dem leeren Grab mit ratlosen Frauen. So ver­stört waren sie, dass es sogar einen Engel brauchte, um sie wieder aufzubauen mit den Wor­­ten: „Jesus lebt!“ Danach wurde anschaulich dargestellt, wie zwei Wanderer den inkognito mit­laufenden Jesus erlebten. Sie merkten erst, wer er wirklich ist, als er beim Abendessen das Tischgebet sprach und das Brot austeilte in einer Art und Weise, wie nur es konnte.

Von der Unsicherheit zur Klarheit

Genau diesen Weg von der Ratlosigkeit zum glücklichen Wissen zeichnete Religions­leh­rerin Karin Schmid in ihrer Predigt nach. Zunächst kam sie auf den Hasen zu sprechen: Er sei ein Sym­bol der Frucht­bar­keit und des unerschöpflichen Lebens ebenso wie die Eier, die bereits beim jüdischen Passah­mahl vorkommen und dann im Rahmen des christ­li­chen Oster­festes eine wichtige Rolle spielen, indem sie angemalt, versteckt, gesucht, gefunden und gegessen werden.

Aller­­dings gehe dem öster­li­chen Freu­den­fest der düstere Karfreitag voraus mit der blutigen Kreu­zigung. Die dadurch ausgelöste tiefe Nieder­geschla­genheit verglich Frau Schmid mit der Trauer, die wir empfinden, wenn ein Familienmitglied stirbt: „Dann darf man weinen und einfach traurig sein. Aber wir wissen, dass Gott denen, die traurig sind, ganz besonders nah ist.“ Den weinenden Frauen am Grab habe Gott seine ganze Nähe und Zuwendung gezeigt, denn er habe die grosse Wertschätzung gespürt, die sie seinem Sohn entgegen brachten: “Sie wollten den gestorbenen Jesus wie einen König einbalsamieren und hatten extra viele schöne Salben für ihn vorbe­rei­tet.“

Zunächst sei es für die Frauen eine seltsame Über­raschung gewesen, als der Stein weggerollt war und niemand mehr im Grab lag. Alsdann aber habe sich das Rätsel gelöst. Ähnlich sei es den Leute ergangen, die in Begleitung jenes rätselhaften Mannes unter­wegs waren von Jeru­salem nach Emmaus. Zunächst noch verun­sichert we­gen der schlimmen Erfah­rungen von Karfreitag, seien sie danach umso gelöster und ent­spann­ter geworden, „als sie endlich merkten, dass der un­be­kannte Wanderer in Wirklichkeit Jesus ist.“

Dann schlug Frau Schmid die Brücke zu den jungen Zuhörerinnen und Zuhörern: Wenn sie verunsichert seien, weil sie nicht wüssten, wie es weiter­geht mit der Lehrstelle oder in der Familie, komme Jesus mit einer grossen Überraschung auf sie zu. „Wo wir traurig sind, tröstet er. Wo wir müde sind, schenkt er frische Kraft. Wo wir verwirrt sind, gibt er klare Gedanken. Wo wir freudlos sind, schafft er neue Freude. Selbst wenn wir sterben, hat er etwas Grosses und Neues für uns parat.“

Dazu passte das Lied, das die Band bereits als Hinführung zur Predigt angestimmt hatte: „O wie schön dieser Name ist, der unvergleichbar ist. O wie herrlich der Name ist, der Name Jesus. O wie kraftvoll der Name ist, der unbesiegbar ist.“ Als Antwort auf das gesungene und gepredigte Gotteswort betete die versammelte junge Gemeinde das Friedens­gebet des Franz von Assisi und das Unser Vater.

Nachhaltiges Projekt

Die bereits erwähnten Arbeitsgruppen für Musik, Gesang, Dekoration, Moderation und Theater, aber auch die Teams für Verpflegung, Technik und Öffentlichkeitsarbeit trugen zum Gelingen des gesamten Geschehens bei. Pfarrer Rolf Roeder aus Basadingen-Schlat­tin­gen-Willisdorf war ebenfalls mit von der Partie, indem er die rund hundert jungen und zum Teil etwas älteren Besucher zu Beginn mit humorvollen Worten begrüsste und zum Beschluss mit kraftvollen Segensworten verabschie­dete. Die glänzende Stimmung des Abends wurde durch die kraftvollen Töne, Klänge und Worte des Schlussliedes zusammengefasst: „Ich vertraue dir, o Gott, denn du siehst das grosse Bild. Niemand kann uns widerstehen. Unser Gott ist mit uns, wir sind nicht zu stoppen.“

Dieser Abend im Vorfeld von Ostern wird sich als Meilenstein einer nachhaltigen und zukunfts­­weisenden Ver­an­stal­­tungs­reihe erweisen, da nun auch Nachbar­gemeinden aus dem Bezirk gleichberechtigt ein­be­zo­gen sind. Die Diessenhofer Jugendgottes­dienste haben einen eigenen Internetauftritt (www.jugodi.ch) und werden am 25. Juni fortgesetzt, einen Tag nach dem Johannistag, zu dem Thema: „Das Leben des Johannes.“

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