Bericht zum Kanidatenhearing im Amriswil

Bericht des Synodalen Pfr. Gottfried Spieth zu dem Kandidatenhearing in Amriswil vom 10. Juni 2021 um die Ersatzwahl ins Kirchenratpräsidium. Das Gespräch mit Prof. Dr. Christina Aus der Au, Frauenfeld, und Pfarrer Paul Wellauer, Bischofszell, ist noch bis 5. Juli 2021 online (siehe unten).

Wettbewerb

Einen Sieg nach Punkten erringt Pfarrer Paul Wellauer über Prof. Dr. Christina Aus der Au. Dies ist mein Eindruck aus der Präsentation beider Kandidaten für das Amt des künftigen Thurgauer Kirchenpräsidiums, die vorgestern Abend in der Amriswiler Stadtkirche stattfand. Bei der Podiumsdiskussion, die die beiden mit- und gegeneinander gestalteten, wurden von Moderator Paul Baumann folgende Themen in den Ring geworfen: Tradition und Moderne, Kirche und Welt, Christentum und andere Religionen. Weiter ging es um das Pensum des künftigen Präsidenten sowie die Arbeitsorganisation des Kirchenratskollegiums.

Konkretion

Was habe ich beobachtet? Pauls körperliche und geistige Präsenz ist enorm, sein stimmlicher Einsatz souverän. Sein Sprechtempo ist ein mittleres, sein Reden ein strömender Fluss an Argumenten und Schilderungen. Verhältnismässig selten macht er eine Nebenbemerkung, um sich abzusichern. Das hat er auch gar nicht nötig, denn seine Aussagen ruhen in sich selber. Noch seltener passiert ihm ein überflüssiger Schlenker, bloss um Stimmung zu erzeugen. Er verzichtet weitgehend auf funkelnde intellektuelle Blitze und wuchtige Donnerschläge, weil er die Erde liebt und erdgebunden bleiben will.

Aus innerer Gelassenheit entwickelt er zielstrebig seine Gedankengänge. Ohne Umschweife kommt er auf den Punkt. Komplizierte Dinge bricht er herunter auf die Alltagswelt. Fast immer stellt er einen unmittelbaren Praxis- und Gemeinde-bezug her. Das geht bis zur detailreichen Schilderung von Einzelerlebnissen. Das Ausmass an anschaulicher Plastizität ist hoch.

Elastizität

Christina ist bemüht, ihren ungewöhnlich breiten Bildungshorizont auf das bodenständige Format der Thurgauer Landeskirche zu fokussieren, ohne sich in Pragmatismus zu verlieren. Vielfach kann sie sich aufschwingen zu ebenso geistreichen wie zielführenden Beiträgen. Dennoch bleibt sie an diesem Abend unter ihren Möglichkeiten, im Gegensatz zur Frauenfelder Wählerversammlung am 30. April, wo sie ihr Potential voll ausschöpfte.

Dieses Mal klingt ihre Stimme fast zu hell und durchdringend. Sie spricht rasch und eindringlich und wirkt dabei übereifrig. Um diesem Eindruck entgegen zu wirken, verzögert sie dann und wann das Sprechtempo. Die entstehenden kleinen Kunstpausen nutzt sie, um überraschende Pirouetten zu drehen.

Sie äussert sich eloquent und wortreich, freilich auch umständlich und weitschweifig, dann wieder unterhaltsam und kurzweilig. Damit erschliesst sie der Hörerschaft angenehm temperierte Räume zum Verweilen und Nachdenken. Es sind Räume, die trotz aller Bemühung um didaktische Reduktion immer noch etwas zu gross und unbestimmt sind.

Freiheit

Öfters verbleibt und verweilt sie in einer reizvoll poetischen Bildersprache. Dabei vermeidet sie allzu feste Definitionen. Wenn sie eindeutige Ansagen macht, schleift sie diese alsbald in verschiedenen Richtungen ab, um den Sachverhalt möglichst elastisch darzustellen und Spielraum für stets mehrere Optionen offen zu halten. Sie begründet das mit dem Argument, der zeitgenössische Mensch nehme das Leben „in Stücke unterteilt“ wahr. Dieser Patchwork-Situation habe sich die Leitung der Landeskirche zu stellen.

Wiederholt betont sie den Freiraum, den kirchendistanzierte Menschen selbstbewusst in Anspruch nehmen – und der auf keinen Fall durch unser Überengagement beeinträchtigt werden dürfe. Diese Personen sind ihr Hauptanliegen. Gerade sie will sie erreichen. Aber falls diese Leute gar nicht den Wunsch haben, erreicht zu werden? Dann nimmt Christina sie aus wohlwollender Distanz umso wertschätzender wahr. Wenn möglich, begleitet sie sie auf Sichtweite. Sehr viel sei schon gewonnen, sagt sie, wenn Vertreter der Kirche die Gefühle fernstehender Menschen positiv wahrnähmen, ohne sich einzumischen.

Zwecksetzung

Emotionale Solidarität zeigt sie indirekt, also „über Bande gespielt“, um nicht vereinnahmend zu wirken. Sie beherrscht die Kunst, gleichsam absichtslos Empathie zu zeigen. Solche zwanglosen Begegnungen könnten am ehesten in neutralen Netzwerken und ausserkirchlichen Räumen geschehen. Dort würden sich sensible, religiös musikalische Menschen zweckfrei bewegen und begegnen.

Im Vergleich dazu präsentiert sich Paul zupackend und sendungsbewusst. Dialoge mit fernstehenden Menschen könnten durchaus in spezifisch kirchlicher Absicht erfolgen. Er verweist auf das baselstädtische Beispiel, wo trotz extrem sinkender Steuereinnahmen ein kirchliches Betreuungsprogramm „von der Wiege bis zur Bahre“ aufgegleist wurde. Gespräche mit Fernstehenden funktionieren laut Paul eben nicht im luftleeren Raum. Vielmehr müsse mit einer zielführenden und nachhaltigen Zwecksetzung gearbeitet werden. Doch betont er ebenso wie seine Konkurrentin ein respektvolles Mit- und Nebeneinander. Weltanschauliche Unterschiede und Grenzen dürften nicht überspielt werden.

Zivilgesellschaft

In folgendem Anliegen ist Paul Christina nicht unähnlich: Beide plädieren für eine sanft verträgliche, wenn möglich konfliktarme Debatte. Mir kommt das unpolitisch vor. Das Harmoniebedürfnis scheint bei beiden grösser zu sein als der Wunsch, Flagge zu zeigen, bewusst zu provozieren und damit einen produktiven Anstoss zu erregen.

Es wäre ja auch ein anderes Szenario denkbar: Muss unser Glaube womöglich gegen eine feindliche Umgebung verteidigt werden, ähnlich wie es altkirchliche Apologen taten? Anscheinend spielt das für Christina und Paul kaum eine Rolle. Stattdessen haben sie die Absicht, Kirche und Welt wo nicht zu versöhnen, so doch in ein Beziehungsverhältnis zu versetzen. Ist hier eine neue Thurgauer Form von zeitgenössischer Zivilreligion im Anzug?

Kirchliche Identitätswahrung und Bewegung zur Welt seien kein Gegensatz, sind sich beide Kandidaten einig. Sie teilen das Anliegen, aus fester gläubiger Verwurzelung zugleich mitten im modernen Dasein und seinen bunten Herausforderungen präsent zu sein. Bei beiden ist ganz viel Lust und Freude am möglichst einvernehmlichen, religiös unterfütterten gesellschaftlichen Miteinander in unserem Kanton fühlbar und spürbar. Die bürgerliche Lebenswelt wird nicht durchbrochen, sondern gehegt, gepflegt, kirchlich garniert. Kirche liefert das reizvolle Sahnehäubchen zum Dessert, das zur Abrundung des Ganzen nötig ist.

Sinn und Geschmack

Die Differenz zwischen beiden liegt meines Erachtens weniger in dem, was beide Kandidaten sagten, als in dem, wie sie es sagen. Also: Mit welcher Betonung, mit welchem Nachdruck äussern sie sich? Wie betten sie ihre Aussagen ein?

Paul lässt Aussagen, die er getroffen hat, in den allermeisten Fällen so stehen, wie sie gesagt sind. Punkt. Wenn schon, schliesst er stringent weiterführende Gedanken an. Darin zeigt er Stärke. Damit deutet er die Richtlinienkompetenz an, die er auszuüben gedenkt, sollte er ins Amt gewählt werden.

Christina hingegen fügt oft wortreiche Zusätze oder relativierende Bemerkungen an, um getroffene Aussagen abzufedern. Geschieht das in der Absicht, sie einem möglichst vielfältigen Adressatenkreis schmackhaft zu servieren? Dieser Leitungsstil setzt auf Einvernehmlichkeit, die sich aus einem geduldigen Prozess vieler Fragen und Antworten ergibt. Dass dabei auch das Bauchgefühl – also die emotionale Motivation – keinesfalls zu kurz kommt, lässt sie einige Male durchblicken. In dieser Hinsicht ist Paul der rationalere, abgeklärtere Kandidat.

Der Versuchung, die biblische Verkündigung immer wieder mundgerecht darzubieten, d. h. niederschwellig zu offerieren, kann aber auch Paul nicht immer widerstehen. Selbst aus der Coronazeit weiss er ein Beispiel reduzierter, gleichwohl gelungener Abendmahlspraxis in Altersheimen zu berichten.

Von beiden Seiten wird der Wunsch geäussert, die leibhaftige Dimension des Glaubens neu zu erringen. Essen und Trinken sollten bald wieder zu einem unauflöslichen Bestandteil des gemeindlichen Lebens werden. Gelinge das, könne es der Thurgauer Landeskirche sogar gelingen, entgegen dem schweizweiten Trend zu wachsen.

Herkunft und Zukunft

Wie stellen sich die Kandidaten zum Spannungsverhältnis von Tradition und Moderne? Beide haben einen grossen Vorrat an Gemeinsamkeiten. Dennoch setzen sie unterschiedliche Akzente: Paul ist konzentriert und sachorientiert, Christina schöpferisch und beweglich. Paul ist der tatkräftig Handelnde, Christina die achtsam Wahrnehmende. Er betont den Dreiklang „Sammeln – Stärken – Senden“, sie das Dreigestirn „Entdecken –  Erspüren – Erfahren“. Beide möchten unter allen Umständen eine Filterblase verhindern, worin man sich nur im eigenen Kreis dreht. Beide wollen Kirchenmauern mit Gottes Hilfe überspringen – zugleich aber den innerkirchlichen Bestand ebenso behutsam wie nachhaltig fortentwickeln. Sie wagen damit die Quadratur des Kreises.

Bei aller Neugierde gegenüber glaubensfremden Anschauungen halten beide Kandidaten an überlieferten Grundsätzen fest. Paul verdeutlicht dies mit Hilfe des Thurgauer Glaubensbekenntnisses von 1874, das er regelmässig zum Gegenstand von Taufgesprächen macht. Christina warnt davor, allzu schnell und billig sich der traditionellen Gottesbilder zu entledigen. Sie stellt den trinitarischen Gott in den Mittelpunkt, wobei sie im gleichen Atemzug versichert, besonders achtsam mit Menschen umzugehen, die diesen Glauben nicht teilen. Beide Kandidaten glauben an die leibhaftige Auferstehung Jesu von den Toten als leitenden Grundsatz und Grundwahrheit des Christentums.

Wissenschaft

Die Erkenntnis Gottes wird im naturwissenschaftlich geprägten Zeitalter vielfach hinterfragt. Um hier ein positives Gegenargument zu bringen, weist Paul auf das Verhältnis des überlegenen göttlichen Senders zu dankbaren menschlichen Empfängern hin. Zur Veranschaulichung benutzt er ein Bild aus der Radiotechnik, wie er es auch im Konfirmandenunterricht verwendet.

Jedoch Christina hat Anfragen an die Stimmigkeit dieses Bildes: Gott und Technik seien unvergleichbare Grössen. Sie beruft sich in diesem Zusammenhang auf keinen geringeren als Dietrich Bonhoeffer, der Gott nicht wie ein Objekt begreifen, sondern im Glauben erfahren will. Als Paul auf Gottes Offenbarung in Jesus Christus und in der Heiligen Schrift beharrt, hakt Christina kritisch nach: „Wie kommt diese Offenbarung beim modernen Menschen an?“ „Die Heilige Schrift ist eines der bestbezeugten Dokumente überhaupt“, erwidert Paul. Dies ist einer der seltenen Augenblicke an diesem Abend, da ein inhaltlicher Gegensatz ausgetragen wird.

Grenzüberschreitung

Beide Kandidaten empfehlen einen unbefangenen, zugleich wachsamen Blick über die Ränder der eigenen Religionsgemeinschaft hinaus. Das Verhältnis zum Islam und Judentum wollen beide offen, tolerant, kontaktfreudig und vor allem angstfrei gestalten. Es verstehe sich von selbst, dass dem ausserchristlichen Gesprächspartner ein Vertrauensvorschuss zu gewähren sei. Allerdings seien krasse Extremisten zu hinterfragen und erst gar nicht zu kirchlichen Veranstaltungen einzuladen. Für selbstverständlich halten Christina und Paul die Selbstachtung bei uns Christen wie bei andersreligiösen Diskussionspartnern: also dass gerade bei erfolgreichen Brückenschlägen der Eigenwert des überlieferten Glaubensgutes stets im Blick zu sein hat.

Tradition

Christina wirkt an diesem Abend konservativer, als sie aufgrund ihres akademisch und international geprägten Lebenslaufs vielfach wahrgenommen wird. Der konservative, zugleich pragmatisch und weltoffen auftretende Paul braucht sich auf diesem Feld nicht anders zu geben, als wie er bisher gelebt und gewirkt hat. Während Christina womöglich etwas „nachgedunkelt“ ist (ein solcher Prozess würde durchaus zu ihrer bürgerlichen Herkunft passen), ist Paul derselbe geblieben, der er bereits während seiner legendären Zeit in den Sieber´schen Sozialwerken gewesen ist: Frisch, fromm, fröhlich, frei …

Institutionen

Als sie vom Moderator aufgefordert werden, kirchliche Aussenbeziehungen auf den Prüfstand zu stellen, offenbaren beide Kandidaten gewisse Schwächen. Schade. Ausgerechnet in diesem kontrastreichen Begegnungsfeld, in dem es so dringend darauf ankäme, Position zu beziehen und Rechtsstandpunkte zu wahren!

Einmal blitzt bei Paul zwar Mündungsfeuer auf. Doch leider ist es nur ein Rückzugsgefecht: Er äussert tiefes Bedauern darüber, dass in Thurgauer Kantonsschulen schon lange kein Religionsunterricht mehr erteilt wird …

Verschiedene weltliche Bezüge – z.B. Politik, Wirtschaft, Landwirtschaft, Kultur, Bildung, Gesundheit, Medien – werden sodann vom Moderator summarisch aufgelistet, ohne dass die beiden Diskutanten darlegen, wie unsere kirchliche Relation zu diesen Segmenten öffentlichen Lebens sinnstiftend und nachhaltig bewerkstelligt werden kann.

Hier vergibt ausgerechnet der sonst so handlungsfreudige Paul etliche Profilierungschancen. Er begnügt sich mit dem Hinweis, viele Menschen aus hochrangigen „weltlichen“ Berufsfeldern gehörten ohnehin zum engeren oder weiteren Umfeld der Kirchgemeinden. Mit diesem Personenkreis sei unkompliziert Kontakt möglich, weil beiderseits erwünscht. Diese Beziehungspflege brauche nicht künstlich stimuliert werden durch Foren, Runde Tische oder ähnliche Formate, so wichtig diese Veranstaltungen von der Sache her seien.

Hier hätte ich mir von Paul eine differenziertere Antwort gewünscht, die dem amtlichen oder halbamtlichen Charakter solcher Begegnungen gerecht wird. Denn dadurch positioniert sich Landeskirche institutionell auf Augenhöhe und sichert ihren öffentlich-rechtlichen Standort. Leider versäumt es auch Christina, Souveränität im Umgang mit diesen offiziellen Themenfeldern zu zeigen. Haben sich beide Kandidaten etwa abgesprochen, den vielgestaltigen und komplizierten institutionellen Bereich nicht in ihre Podiumsdiskussion einzubeziehen? Damit versäumen sie es, kirchenpolitisches Profil zu zeigen.

Organisation

Im handlungstechnischen Teil der Präsentation äussern beide Kandidaten ihre unterschiedlichen Vorstellungen: Paul will die vollen 80 % ausfüllen, die der derzeitige Präsident Wilfried Bührer innehat, und die restlichen 20 % für Vertretungsdienste in Gemeinden einsetzen. Er begreift die von ihm erhoffte Wahl als Einstieg in einen vollwertigen Einsatz mit Herz, Mund und Hand.

Christina – wenn ich recht verstanden habe – will hingegen nur 60 % ihrer Arbeitszeit im Kirchenratspräsidium einsetzen, um weiterhin ihren Lehrverpflichtungen an der Pädagogischen Hochschule Kreuzlingen nachzukommen. Hierdurch erhofft sie sich Synergie-Effekte zwischen Kirche und Bildungswelt. Im Fall ihrer Wahl sollen die „übrig“ bleibenden Stellenprozente des Präsidenten auf andere Kirchenräte und/oder eine zusätzlich einzustellende Fachkraft verteilt werden.

Mehr sein als scheinen

Beide Kandidaten haben an diesem Abend einen vollen Einsatz geleistet, auch wenn die Umsetzung nicht in jedem Falle hundertprozentig gelungen ist, finde ich. Doch genau diese Unvollkommenheit hat etwas anrührend Menschliches an sich. Darin liegt ein Mehrwert gegenüber einem allzu perfekten Auftritt.

Es ist gerade kein marktkonformes und bühnenreifes Gebaren, das vorgestern zur Darstellung gekommen ist. Kleinere Schwächen oder verkraftbare Lücken wirkten regelrecht sympathisch. Was ich erlebt habe, ist das Gegenteil jener kalten Professionalität und medial gesteuerten Überperfektion, wie sie auf weltlichen und leider zunehmend auch kirchlichen Bühnen Einzug gehalten hat.

Auffallend ist der bodenständige und basisorientierte Zuschnitt des Amtes, das angestrebt wird. Was Traditionsbindung und überlieferte evangelische Authentizität betrifft, ist die Thurgauer Sonderrolle im protestantischen Teil der Eidgenossenschaft bemerkenswert und beispielgebend. Beide Kandidaten können sich auf dieses Format einstellen, Paul noch etwas markanter.

Denn der Heimatbezug ist der Maßstab, an dem sich beide Kandidaten messen lassen sollen und wollen. Sie streben nicht nach den Sternen, sondern nach etwas Konkretem und Fassbaren – nach genau dieser Verantwortung in genau diesem überschaubaren Umfeld mit genau diesen Thurgauer Christenmenschen, wie sie nun einmal sind – und nicht, wie man sie sich einbilden oder erträumen könnte.

Wobei Paul oft noch einen Tick schneller dran ist an der Basis. Als abstrakte und theoretische Themen vom Moderator eingestreut werden, ist Paul direkter und geschickter als Christina am Werk, um diese Themen auf die Verhältnisse vor Ort herunterzubrechen.

Beide Kandidaten sind um Volksnähe im besten Sinne des Wortes bemüht. Das spürten die Zuhörerinnen und Zuhörer in der Amriswiler Stadtkirche. Die solidarische, gruppendynamisch anregende Stimmung im Amriswiler Kirchenschiff ist an diesem Abend beinahe mit Händen zu greifen. Fast so etwas wie ein lagerübergreifender Thurgauer Korpsgeist kommt zum Vorschein. So dass die Wahl, wie immer sie ausgeht, uns mit guten und stabilen Glaubenshoffnungen in die Zukunft blicken lässt.

[Pfr. Gottfried Spieth, 12.06.2021]


 

„Chileblatt“ Mai 2020

Das neue Chileblatt ist da.

Lesen Sie in der Mai-Ausgabe…

  • Ansprache Pfarrer Gottfried Spieth
  • Wie geht es weiter – Ein Bericht von Präsidentin Brigitta Lampert
  • Gottesdienste, Termine & Aktivitäten
  • Kirchgemeindeversammlung
  • Konfirmation 2020
  • 150 Jahr Jubiläum
  • Gratulationen
  • Freud und Leid in der Gemeinde
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Chileblatt Mai 2020

Brief zu Karfreitag und Ostern

Liebe Gemeinde

Ich grüsse Sie zum Karfreitag und wünsche eine besinnliche, nachdenkliche Stimmung.

Wir erinnern uns an Jesus Christus und sein tragisches Ende, das aber dennoch seinen tieferen Sinn hatte. Zugleich blicken wir auf Ostern voraus. Im Stillen freuen wir uns schon auf die neuen Lebens­kräfte, die Jesus für uns bereitstellt – da er ja selber am eigenen Leibe diesen Neuanfang erleben durfte.

Ich lade Sie ein, in diesem Zusammenhang meine Osterpredigt zu lesen, die ich beifüge. Und schauen Sie sich im Internet unseren Ostergottesdienst an; wir haben ihn in der Stadtkirche aufgezeichnet. Sie finden ihn ab Sonntagmorgen unter www.evang-diessenhofen.ch

Ihnen und Euch alles erdenklich Gute für die kommenden Tage und Wochen!

Freundliche Grüsse, und bis auf weiteres

Gottfried Spieth

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Brief zu Karfreitag an die Gemeinde 750.64 KB 1 downloads

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Das „Chileblatt“

Liebe Kirchbürgerinnen und Kirchbürger
Wie angekündigt halten Sie nun die erste Ausgabe des überarbeiteten Mitteilungsblattes der Evangelischen Kirchgemeinde in den Händen. Es ist der Kirchenvorsteherschaft ein Anliegen, dass die kirchlichen Informationen
präsent und aktuell sind. Wir haben uns daher für eine monatliche Herausgabe unserer Gemeindenachrichten, in einem neuen Gewand mit neuem Namen entschieden.

So wurde aus dem Kirchgemeinde Bote das Chileblatt. Unser Aktuar Thomas Lüders hat das Layout gestaltet und für die Inhalte sind Pfarrer Gottfried Spieth, die Präsidentin Brigitta Lampert und weitere Mitarbeiter verantwortlich.

Das Chileblatt liegt zukünftig im Kirchgemeindehaus und in der Stadtkirche aus und wird, gemäss Ihrer Rückmeldung, per Post oder Email verschickt. Und natürlich steht er auch auf unserer Internetseite zum Herunterladen bereit.

Änderungswünsche in der Zustellung teilen Sie uns bitte direkt oder per Formular mit. [bl]

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Chileblatt Januar 2020 1.37 MB 23 downloads

Erstausgabe des Chileblattes Januar 2020 ...
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Anmeldetalon Chileblatt 48.53 KB 7 downloads

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Info für neuen Kirchgemeindeboten

Info für neuen Kirchgemeindeboten

Im August 2004 veröffentlichte der damalige Gemeindepfarrer Dietrich Henn folgendes Eingangswort in unserem Kirchgemeinde-Bote:

„Hoffentlich gut erholt von einem ereignisreichen ersten Halbjahr, gehen wir nach diesen Sommerferien mit „Schwung und guter Laune“ zurück an unsere Arbeit, in den Alltag der Schule, in das Kirchgemeindeleben. Aber auch Neues wartet auf uns! Der nun hier vorliegende erste „Kirchgemeinde-Bote“ möchte die Kirchgemeinde- und Stadtbürger Diessenhofens über das evangelische Kirchgemeindeleben fortan informieren….“

Also genau seit 15 Jahren werden vierteljährlich unsere gemeindeeigenen Informationen in der Form dieses kleinen Heftchens herausgegeben. Es waren ereignisreiche Jahre mit interessanten Dokumentationen. Rückblicke, Hinweise auf Veranstaltungen, mit Rätseln für Kinder und Erwachsene und anderem mehr. Die Kirchenvorsteherschaft weist nun im Jahr 2019 in einer ersten Information darauf hin, dass der Kirchgemeinde-Bote in dieser vorliegenden Ausgabe und mit dieser Auflage finanziell nicht mehr tragbar ist. Dass wir dieses Heft als Streusendung an alle Haushaltungen im Städtli herausgaben, statt adressiert, hatte den Grund, dass es uns günstiger kam. Dies jedoch kam nicht bei allen gut an und ausserdem ist die grosse Auflage trotzdem recht kostenintensiv. Die Einen lesen es gerne, bei vielen aber landet es umgehend im Altpapier.

Wir stellten uns die Frage: Was tun um uns finanziell zu entlasten? Wie gelangen aktuelle Informationen an diejenigen, die es auch wirklich schätzen?

Unser Versuchsprojekt würde folgendermassen lauten:

Monatlich erstellen wir ein Info-Blatt.

  • Grösse: Ein Blatt A4 im Broschürendruck mit Veranstaltungsüberblick für einen Monat.
  • Datum der Herausgabe: Mitte des Vormonates.
  • Bezugsorte: Stadtkirche und Kirchgemeindehaus. Selbstbedienung!
  • Auf Wunsch: Zusendung an gewünschte Adresse.

Lassen Sie es uns wissen, wie Sie über diese Änderung betreffend Kirchgemeinde-Bote denken.

Geplant wäre diese Änderung auf Anfang Jahr 2020.

Geben Sie uns Ihre Meinung bitte nur schriftlich bekannt an: Evangelische Kirchgemeinde, Sekretariat, Kirchgasse 1, 8253 Diessenhofen

Herzlichen Dank

Ihre Kirchenvorsteherschaft