Basel als Lernort des Glaubens

Konfirmandenlager verbindet Gemeinschaft und Nächstenliebe

Vom 5. bis 8. Oktober 2025 fand das diesjährige Konfirmandenlager 2025/26 in der Jugendherberge Basel am Maja Acher-Platz statt. Unter der Leitung von Pfarrverweserin Karin Schmid – Müller und begleitet von Kirchenpräsidentin Jael Mascherin sowie Kirchenvorstand Daniel Peyer erlebten die Konfirmandinnen und Konfirmanden vier erfüllte Tage voller Gemeinschaft, Glaubensvertiefung und spannender Erlebnisse. Als Leitvers begleitete die Jugendlichen das biblische Wort aus Lukas 10,27: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft und deinem ganzen Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst.“ Dieser Vers zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Lagerprogramm – von der Selbstliebe über die Gottesliebe bis hin zur Liebe zum Nächsten.

Selbstliebe – Gott liebt dich so, wie du bist

Am Sonntag, 5. Oktober, startete die Gruppe frühmorgens am Bahnhof Diessenhofen. Nach der Ankunft in Basel stand ein feierlicher Gottesdienst im Basler Münster auf dem Programm. Anschliessend erhielten die Jugendlichen eine äusserst interessante und kompetent geführte Führung durch das Münster. Besonders die zahlreichen Figuren an der Aussenwand faszinierten die Konfirmandinnen und Konfirmanden: Die detailreichen Darstellungen und ihre symbolische Bedeutung lösten lebhafte Gespräche aus. Der Rundgang gipfelte in der Besteigung des Münsterturms, von wo aus sich ein eindrucksvoller Blick über die Dächer Basels bot.

Am Nachmittag folgte die erste Unterrichtslektion zum Thema „Gott und DU“: Die Jugendlichen beschäftigten sich mit der Frage, was es bedeutet, sich selbst anzunehmen und zu lieben – als von Gott gewollte und geliebte Menschen. In der Folge blieb noch Zeit für Spiel und Spass, bevor der Tag mit einem Besuch des Abendgottesdienstes in der Gellertkirche ausklang.

Ein Tag voller Action – Gemeinschaft im Europapark

Der Montag stand ganz im Zeichen von Freude und Teamgeist: Die Gruppe reiste gemeinsam in den Europapark Rust. In kleinen, selbst organisierten Gruppen erkundeten die Jugendlichen den Park, genossen die Achterbahnen und stärkten die Gemeinschaft. Die Rückkehr am Abend war geprägt von strahlenden Gesichtern – alle waren sich einig: Dieser Tag schweisste zusammen.

Gottesliebe und Lebensgeschichten, die bewegen

Am Dienstag widmeten sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden der Frage, wie man Gott lieben und ihm im Alltag begegnen kann. In einer stillen Arbeitsphase schrieben sie eigene Gebete – Texte, die unter die Haut gingen und tief aus dem Herzen sprachen. Ein besonderes Highlight war der Besuch im Basler Buchdruckmuseum: Dort durften die Jugendlichen selbst Papier schöpfen und auf historische Weise drucken – eine eindrückliche Verbindung zwischen Glauben, Geschichte und Handwerk. Am Nachmittag folgte eine bewegende Führung mit einem ehemaligen Obdachlosen, organisiert durch das Sozialprojekt „Surprise“. Die Begegnung mit Herrn B.F., der offen von seinem früheren Leben auf der Strasse erzählte, hinterliess tiefe Spuren. Die Jugendlichen hörten aufmerksam zu und erkannten, wie schnell Lebenssituationen kippen können – und wie wichtig Mitgefühl und Solidarität sind.

Am Abend rundeten ein gemeinsamer Kinoabend und eine stille Reflexionszeit den Tag ab.

Liebe deinen Nächsten – gelebte Verantwortung

Am Mittwoch, dem Abschlusstag, stand das Thema „Liebe deinen Nächsten“ im Zentrum. In einer Unterrichtslektion zum Thema Gerechtigkeit in der Welt setzten sich die Jugendlichen mit der Arbeit der Basler Mission „Hebammen im Südsudan“ auseinander. Sie diskutierten in Gruppen, wie Bildung und Glaube zu einer gerechteren Welt beitragen können. Ein Besuch im Missionshaus Basel und ein Rundgang auf den Spuren von Friedrich Spittler, dem Gründer der Basler Mission (heute Mission 21), rundeten das Lernprogramm ab. Nach einem gemeinsamen Mittagessen entschieden sich alle für einen Stadtbummel durch Basel, bevor es am Nachmittag wieder zurück nach Diessenhofen ging.

Ein Lager, das Spuren hinterlässt

Das Konfirmandenlager 2025/26 war mehr als nur eine Reise – es war eine spannende Erfahrung des Glaubens, der Gemeinschaft und der Verantwortung füreinander. Die Jugendlichen kehrten erfüllt und nachdenklich, aber auch dankbar und gestärkt zurück.

Ein herzlicher Dank gilt allen, die dieses unvergessliche Lager ermöglicht haben – insbesondere Kirchenpräsidentin Jael Mascherin und Kirchenvorstand Daniel Peyer für ihre engagierte Begleitung.